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Kindergarten soll erweitert werden

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Grabenstätt – Der Katholische Integrationskindergarten St. Maximilian in Grabenstätt soll erweitert werden. In der jüngsten Sitzung des Gemeinderats stellte das Planungsbüro plg Strasser & Partner die Konzeptplanung vor. So ist vorgesehen, die Gruppenräume nach Osten hin zu erweitern, einschließlich entsprechender Funktionsräume. Außerdem soll der Ruheraum der Kinderkrippe verlegt werden.


Des Weiteren soll der Einbau weiterer sanitärer Anlagen sowie die Vergrößerung der Mittagessensbetreuung berücksichtigt werden. »Die hierfür veranschlagten Gesamtkosten belaufen sich auf geschätzte 676 500 Euro«, so Bürgermeister Georg Schützinger. »Wir gehen von einer staatlichen Förderung von bis zu 50 Prozent aus«, beantwortete der Rathauschef eine Frage von Andreas Lukas (FW).

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Mit einer finanziellen Beteiligung des erzbischöflichen Ordinariats sei laut Schützinger nicht zu rechnen, da hierfür keine Verpflichtung bestehe. »Für mich ist das nicht akzeptabel, dass man von Seiten der Kirche die Integration vorantreiben und ausbauen möchte und sich dann an den entstehenden Kosten nicht beteiligt«, meinte Andreas Danzer (FW). Hier müsse man noch einmal »gezielt auf die Kirche zugehen«, appellierte Franz Kreiler (Bürgergruppe). Wenn die Kirche das Grundstück zur Verfügung stelle, trage die Gemeinde die Baukosten, betonte Kirchenpfleger Maximilian Wimmer (CSU). Das letzte Wort sei hier aber noch nicht gesprochen.

Der neue Gruppenraum werde nicht nur als Essensbereich für die Mittagskinder dienen, sondern auch für Elterngespräche und Teambesprechungen zur Verfügung stehen. Die Kosten seien zweifelsohne sehr hoch, da gelte es sicherlich noch einmal genau hinzuschauen, um sie noch drücken zu können, meinte Wimmer und stellte zugleich klar, dass man am erfolgreichen Integrations- und Inklusionskonzept sicherlich nicht rütteln werde. Man habe »keine Ambitionen«, das Angebot auf die Nachbargemeinden auszuweiten, beantworte er eine Frage von Danzer, der erneut anmahnte, dass der Kindergarten in erster Linie den Grabenstätter Kindern zur Verfügung stehen müsse. Auf die Frage von Doris Biller (FW), warum man 2010/2011 nicht gleich einen größeren Pfarrkindergarten gebaut habe, meinte Schützinger, dass der Bedarf damals noch nicht absehbar gewesen sei.

Es folgte die Anerkennung des Entwurfs der Konzeptplanung sowie die damit verbundene Kostenschätzung für die Erweiterung des Kindergartens. Die entsprechenden Mittel sollen im Haushalt 2016 bereitgestellt werden. Schützinger hoffte, dass man im September einziehen könne und sprach von einer »sportlichen Aufgabe«. Derzeit ist die für ein Jahr vorgesehene Übergangsgruppe in einem mobilen Container an der Südwestseite des Kindergartens untergebracht. mmü

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