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Unkonventionell gebaut aus Holz und mit Photovoltaik-Anlage – Feier am Samstag mit Theater

Kindergarten »Pfiffikus« wird 20 Jahre alt

Waging am See – Der Kindergarten »Pfiffikus« in Tettenhausen wird 20 Jahre alt. Mit einer kleinen Feier wird dieses Jubiläum am Samstag begangen. Vor gut 20 Jahren hatte die Gemeinde den Bau eines eingruppigen Kindergartens in Tettenhausen geplant, zusammen mit der angebauten Mehrzweckhalle.

Den aktuell 23 Kindern im Tettenhausener Kindergarten »Pfiffikus« gefällt es hier offenbar ganz gut: Mit Eifer sind sie am Werkeln. (Foto: H. Eder)

Von September bis Dezember 1997 war der Kindergarten in der Alten Schule untergebracht. Von Anfang an war Margarete Tress die Leiterin »ihres« Kindergartens, den sie mit Architekt Franz Schwangler und Innenarchitektin Andrea Göttsberger mitgeplant hatte. Vorher war sie 20 Jahre lang im Waginger Kindergarten, davon zwölf Jahre als Leiterin. Dank ihrer Ausbildung in Montessori-Pädagogik beruht der Tettenhausener Kindergarten von Anfang an auf diesem pädagogischen Konzept – auch auf Wunsch des damaligen Bürgermeisters Sepp Daxenberger.

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Beim Bau des Kindergartens hatte der Umweltaspekt eine wichtige Rolle gespielt, es kamen umweltfreundliche Materialien zum Einsatz, eine Photovoltaikanlage wurde installiert. Damit war der Kindergarten das erste öffentliche Gebäude in Waging mit PV-Anlage. Der Standort am südlichen Ortsende, umgeben von Wiesen und Feldern, sucht seinesgleichen. Die Räume sind hell und freundlich, mit dem Wintergarten und der Treppe zur Galerie als besonderem Blickpunkt.

Bevor der Kindergarten gebaut wurde, gingen die Planungen eher in Richtung eines zweiten Kindergartens in Waging. Der Bedarf war groß, gab es doch damals noch nicht die Kindergärten in Otting, Taching oder St. Leonhard. Dann aber wurde klar, dass man auf Dauer keinen zweigruppigen Kindergarten mehr braucht. Für den Tettenhausener Bau sprach der Vorteil, die dortigen Kinder nicht mehr nach auswärts fahren zu müssen. Bei der Einweihung am 28. Juni 1998 prägte Daxenberger den Ausdruck »Kinderlärm ist Zukunftsmusik«.

Die Feier am Samstag beginnt um 14 Uhr mit einem gemütlichen Beisammensein und ein paar Reden. Die Kinder zeigen einige Darbietungen, angeleitet vom Kindergartenteam Christine Breier, Shania Ghandur, Regina Patz und Leiterin Margarete Tress. Weiter wird gezeigt, wie man Musikinstrumente bastelt, Kinder können sich schminken lassen und im Sand verbuddelte »Schätze« ausgraben. Dem Jahresthema »Orient« entsprechend wird ein »orientalischer« Basar aufgebaut mit dem, was die Kinder gebastelt haben: etwa Töpfersachen, Armschmuck aus gebogenen Löffeln oder Laternen.

Um 15.30 Uhr wird in der Alten Schule das Theaterstück »Das wissen die Götter« für Kinder ab fünf Jahre gezeigt. Nach der Theateraufführung gibt es im Kindergarten eine Brotzeit vom Elternbeirat. he