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Kinderbetreuung in Teisendorf wird teurer

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Mit dem Beschluss des Marktes Teisendorf zahlen die Eltern auch künftig in allen Kindergärten im Gemeindegebiet – wie hier dem Kindergarten Weildorf – gleich viel. (Foto: Mergenthal)

Teisendorf – Die monatlichen Elternbeiträge für die Kindertageseinrichtungen im Gemeindegebiet Teisendorf erhöhen sich.


Für Schulkinder und Kinder von drei bis sechs Jahren erhöhen sich die Beiträge um jeweils vier Euro und für Kinder unter drei Jahren um zehn Euro. Mit der Anpassung der entsprechenden Gebührensatzung gleicht der Markt Teisendorf die Gebühren in den zwei gemeindlichen Kindergärten – Waldkindergarten und Neukirchen – an die einheitlichen Sätze an.

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Die Betriebskosten der Kindertageseinrichtungen werden in der Gemeinde Teisendorf wie überall finanziert durch Zuschüsse des Staates und der Kommunen sowie Elternbeiträge. Die Marktgemeinde Teisendorf hat sich vertraglich verpflichtet, die jährlich entstehenden ungedeckten Kosten (Defizite) der freien Träger zu 100 Prozent zu übernehmen. Um die Defizite möglichst gering zu halten, sind die Elternbeiträge laut Gemeindeverwaltung »zeitnah moderat anzuheben«. Zuletzt sind sie zum 1. September 2015 erhöht worden.

Verwaltung hält Erhöhung für gerechtfertigt

Bei einem Gespräch mit den freien Trägern am Anfang März wurde auf Vorschlag der Verwaltung eine Erhöhung bei den Regelkindern um monatlich vier Euro und bei den unter Dreijährigen um zehn Euro als angemessen bezeichnet. Bürgermeister Thomas Gasser erläuterte, die Verwaltung halte die höhere Kostensteigerung bei den unter Dreijährigen für gerechtfertigt, da hier in einer Gruppe nur zwölf Kinder sein dürften und zum Teil drei Betreuungskräfte nötig seien.

Der Kindergartenverbund Teisendorf-Laufen und die Kirchenverwaltung Weildorf hatten der Erhöhung bereits vorher zugestimmt.

Die Elternbeiträge werden laut Beschlussvorlage ab 1. September wie folgt festgesetzt: Für die Betreuung von Schulkindern erhöhen sich die Kosten für ein bis zwei Stunden ohne Hausaufgabenbetreuung von 38 auf 42 Euro. Die anderen Erhöhungen für Schulkinder mit Hausaufgabenbetreuung betreffen nur den Kindergarten Teisendorf. Die neuen Sätze liegen hier zwischen 62 Euro (ein bis zwei Stunden) und 94 Euro (fünf bis sechs Stunden) gestaffelt.

Für reguläre Kindergartenkinder fallen künftig für vier bis fünf Stunden 86 Euro und für fünf bis sechs Stunden 94 Euro an. Die anderen Sätze betreffen wieder nur den Kindergarten Teisendorf und bewegen sich zwischen 78 Euro (drei bis vier Stunden) und 126 Euro (neun bis zehn Stunden).

Die Elterngebühren für Kinder unter drei Jahren differieren ab September zwischen 175 Euro (bis zu drei Stunden) und 295 Euro (acht bis neun Stunden), wobei die Betreuung der unter Dreijährigen über eine Zeit von mehr als sechs Stunden nur in Teisendorf angeboten wird. Das monatliche Spielgeld wird von fünf auf sechs Euro erhöht. Die Geschwisterermäßigung bleibt unverändert.

Gemeinderat Alois Stadler (CSU) zeigte sich grundsätzlich damit einverstanden, dass die Gebührensätze alle zwei Jahre überprüft und angepasst werden. Er äußerte die Hoffnung, dass der Anstieg nicht immer so hoch ist. Dies seien »schon Kosten, die da auf die ganze Familie zukommen«, gab Georg Quentin (SPD) zu bedenken. »Die Kosten sind einfach da und müssen gedeckt werden«, betonte Peter Schuhbeck (FWG). Es werde auch etwas geboten dafür. Wichtig ist Bürgermeister Thomas Gasser, dass alle Einrichtungen im Gemeindegebiet bei den Gebühren an einem Strang ziehen. Der Beschluss erfolgte einstimmig.

Kostenlose WLAN-Nutzung auf gesamten Marktplatz

Gasser gab den Antrag von Grünen-Rat Edwin Hertlein, die Anordnung von Tempo 30 auf der Freidlinger Straße innerorts und von Tempo 70 außerorts bis zur Brücke über die Bundesstraße 304 zu prüfen, bekannt. Er berichtete, die kostenlose Nutzung des neuen Bayern WLAN am Tourismusbüro sei auf dem gesamten Marktplatz möglich. Auch im Jugendhaus »New Era« sei ein WLAN eingerichtet und betriebsbereit. Gemeinderätin Sissy Lang (FWG) erkundigte sich, warum das Schild »Anlieger frei« an der Frühlingstraße entfernt wurde. Darauf antwortet der Bürgermeister, das Schild sei ziemlich vergilbt gewesen. Ob ein Ersatzschild aufgestellt wird, sei fraglich.

Quentin bedauerte, dass die Oberteisendorfer Ache im Bereich des Achendammwegs vermehrt mit Hundekot-Tüten verschmutzt sei, obwohl dort Behälter für die Entsorgung von Tüten aufgestellt seien. Anita Niederstraßer (FWG) bat, bei der nächsten Verkehrsschau die Besichtigung der Beschilderung für den Ortsteil Stötten nicht zu vergessen. Schuhbeck regte an, die in der Sur Bereich Sägemühle angesammelten großen Mengen Kies zu entfernen, um die Hochwassergefahr gering zu halten. vm