weather-image
28°
Veranstaltung der Unabhängigen Wähler Traunstein in Rettenbach – Angebot soll weiter ausgedehnt werden

Kinderbetreuung ein wichtiges Zukunftsthema

Traunstein. »Wir sind unabhängig von jeder Parteipolitik und entscheiden nur nach sachlichen Gesichtspunkten zum Besten für Traunstein und seine Bürger«: Das war die Kernaussage der UW-Stadtratskandidaten, die sich bei einer Wahlveranstaltung der Unabhängigen Wähler in Rettenbach vorstellten. Das Thema des Abends war »Familie und Kirche«, es gab aber auch Fragen zur Schule, zur Busverbindung und zum Hochwasserschutz.

Zunächst ging Oberbürgermeister Manfred Kösterke auf das Thema »Familie und Kirche« ein. Im Kernpunkt der Aussagen stand, dass die Kommunen und kirchlichen Träger in Sachen Kinderbetreuung dem veränderten Rollenbild in den Familien Rechnung tragen müssten. Deshalb sei die wohnortnahe Kinderbetreuung, wie auch die Flexibilisierung der Betreuungszeiten auch in Traunstein zu dem wichtigsten Thema der heutigen Stadtpolitik geworden. Es hätten sich dabei nicht nur die von staatlicher Seite geforderten Standards in der Ausstattung der Kinderbetreuungseinrichtungen erhöht, sondern auch seitens der Eltern würden von den Betreuungszeiten her grundlegend andere Anforderungen als früher gestellt.

Anzeige

Es sei eine große Herausforderung für die Stadt Traunstein, diesen Vorgaben gerecht zu werden. Längere und an die Vorgaben des Arbeitsmarkts angepasste Betreuungszeiten, auch in Tagesrandzeiten und Ferien, seien für die Familien wichtig. Dem wolle sich die UW auch stellen und das Angebot weiter ausdehnen, auch wenn dies ein finanzieller Kraftakt werde, weil sich der eigentlich zuständige Freistaat zu wenig um die Betriebskostenfinanzierung kümmere. Er wolle dies in der sehr guten Zusammenarbeit mit allen Trägern von Einrichtungen in der Stadt erreichen, sagte Kösterke. In diesem Zusammenhang bedankte sich Stadtpfarrer Georg Lindl als Vertreter der kirchlichen Einrichtungen beim Oberbürgermeister für die ausgesprochen gute Zusammenarbeit.

Natürlich kam auch die Frage nach der Zukunft der Grundschule in Kammer auf. Hier sichern die Unabhängigen Wähler dem Ortsteil volle Unterstützung zu. Die Schule solle durch weitere Verbesserung der derzeit schon gut funktionierenden Mittagsbetreuung, Ausbau des Pausenplatzes in einen Allwetterplatz, Exklusivität des kleinen Schulkörpers in schöner, ländlicher Lage und die angebotene Beförderung für Kinder aus der ganzen Stadt so attraktiv werden, dass auch Kinder aus der Kernstadt gerne nach Kammer kommen würden. Für die weitere Zukunft müsse man jedoch im Ortsteil Kammer Ansiedlungsmöglichkeiten für junge Familien schaffen, um für »Nachwuchs« zu sorgen.

Eine der weiteren Fragen betraf die aus Sicht der Bürger mangelhafte Busverbindung von und nach Kammer zu bestimmten Tageszeiten. Dazu sagte OB Kösterke, dass man seit Längerem in einer Arbeitsgruppe daran arbeite, Verbindungslücken im Stadtbussystem mit einer regelmäßig verkehrenden Rufbuslinie zu schließen. Eine solche Rufbuslinie, die dem Stadtrat demnächst zur Entscheidung vorgelegt werde, könne auch das Problem im Ortsteil Kammer lindern helfen.

Gegen Ende der Diskussion wurde auch der von der Stadt Traunstein schon eingeplante Hochwasserschutz in Kaltenbach angesprochen. Hier stehe man bereits in Verhandlungen mit dem Wasserwirtschaftsamt und Grundstücksbesitzern, um die Verbauung des Rettenbachs zu erhöhen, hieß es. Auch dort, wie im ganzen Stadtbereich, wolle man ein Höchstmaß an Hochwassersicherheit schaffen. »Die Sicherheit aller Stadtbürger ist oberste Verpflichtung«, schloss Kösterke die gut besuchte Versammlung.