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Kinderbetreuung bald optimal

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Bürgermeister Marc Nitschke legte die »Zeitkapsel« in die Erde und besiegelte damit die Grundsteinlegung. (Foto: vom Dorp)

Übersee. Bürgermeister Marc Nitschke legte den Grundstein für den Neubau einer zweigruppigen Kinderkrippe als Anbau an den gemeindlichen Kindergarten im Zellerpark. Traditionsgemäß brachte er dazu für spätere Generationen eine sogenannte »Zeitkapsel«, einen verschlossenen Stahlzylinder, mit einer aktuellen Tageszeitung, mit Euro-Münzen verschiedener Wertigkeit und einer Kurzbeschreibung des Bauwerks in einen Betonschacht des späteren Innenhofbereichs ein.


»Wer will fleißige Handwerker seh´n, der muss zu uns in den Zellerpark geh´n«, sangen die 42 Kindergartenkinder der gemeindlichen Einrichtung im Beisein von vielen Gemeinderäten, Vertretern der Rathausverwaltung, der planenden und ausführenden Firmen sowie vieler Eltern. In der Tat waren die fleißigen Handwerker seit Beginn der Rohbauarbeiten am 19. Mai schon sehr gut vorangekommen.

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»Eine Gemeinde, die heute attraktiv sein will, muss gute und ausreichende Betreuungsmöglichkeiten für Kinder haben, um den Dreiklang von Wohnen–Arbeiten–Freizeit bieten zu können«, sagte Bürgermeister Nitschke. Übersee habe dem Rechnung getragen und neben dem Gemeindekindergarten für zwei Gruppen in jüngster Zeit den katholischen Kindergarten St. Irmengard für drei Gruppen neu gebaut und die Kinderkrippe Sankt Nikolaus für zwei Gruppen geschaffen.

Doch schon kurz nach der Fertigstellung der ersten Krippe sei ein zusätzlicher Betreuungsbedarf für Kinder bis zu drei Jahren festgestellt worden, so Nitschke. Obwohl zunächst nur eine Gruppe vorgesehen war, hatte sich der Gemeinderat dann für die zukunftsfähigere Lösung für zwei Gruppen entschieden. Auch dafür lägen nun schon Anmeldungen vor, sagte der Rathauschef. Mit dem jetzt begonnenen Bau, der noch Ende dieses Jahres fertiggestellt und ab Januar 2015 in Betrieb gehen soll, sei man in Übersee bestens aufgestellt.

Wie Architekt Heinz Fritsche aus Teisendorf informierte, wird der Neubau konventionell in Ziegelbauweise errichtet. Die Beheizung erfolgt durch eine gemeinsame Pellets-Heizungsanlage zusammen mit dem bestehenden Kindergarten.

Der Bau sieht je einen Gruppen-, Schlaf-, Wickel- und Waschraum sowie eine Küche mit Abstellraum, einen Personal- und einen Kinderwagenraum vor. Durch die besondere Bauweise ergibt sich zudem ein 84 Quadratmeter großer, geschützter Innenhof. Durch die unmittelbare Verbindung zum Kindergarten wird ein gemeinsamer Zugangsbereich geschaffen.

Die Kosten für den bezugsfertigen Anbau einschließlich Honorar, Möblierung und Außenanlagen bezifferte Fritsche für zwei Gruppen auf etwa 1,15 Millionen Euro. Nach dem Abzug möglicher Fördermittel vom Freistaat hat die Gemeinde noch rund 567 000 Euro zu schultern. bvd

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