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Kinderbetreuung als Herzensangelegenheit

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Über die Sanierungsarbeiten an der Kinderkrippe informierten sich (von links) Pfarrer Dr. Pierre Makanga, Bürgermeister Marc Nitschke, Jugendreferentin Erika Stefanutti und Kindergartenleiterin Gisela Fagerer. (Foto: vom Dorp)

Übersee. »Die Kinderbetreuung ist für uns in Übersee nicht nur eine gemeindliche Pflichtaufgabe, sondern eine Herzensangelegenheit«, betonte Bürgermeister Marc Nitschke; zusammen mit Jugendreferentin Erika Stefanutti und Pfarrer Dr. Pierre Makanga informierte er sich vor Ort über die Fortschritte in den kirchlichen und gemeindlichen Betreuungseinrichtungen in der Kommune.


»Unsere Kinder haben sich von Anfang an hier wohlgefühlt«, berichtete Gisela Fagerer, Leiterin des im vergangenen Mai eingeweihten und im September für drei Gruppen in Betrieb genommenen neuen Kindergartens St. Irmengard. Auch sie selbst und ihr Team seien angetan von dem »angenehmen, freundlichen und schönen Bau mit Wohlfühlatmosphäre«. Wie mehrfach berichtet, war das 1975 gebaute Gebäude des katholischen Kindergartens 2011 abgerissen und für 2,1 Millionen Euro ein zukunftsweisendes Passivhaus neu errichtet worden. Die Gemeinde hatte dafür insgesamt 955 000 Euro investiert. Trotz der Euphorie über das neue Passivhaus, das durch seine ausgeklügelte Technik der Dämmung und Wärmerückgewinnung nur noch maximal 30 Prozent der Energie eines herkömmlichen Neubaus benötigt, gab es anfangs auch einige Anlaufschwierigkeiten, wie etwa zu warme Räume und einen unbeabsichtigten Feueralarm. »Das Wohnen in diesem neuartigen Haus mit seinen besonderen Erfordernissen muss tatsächlich erst gelernt werden«, räumt Fagerer ein. Insgesamt gesehen zeigte sie sich jedoch begeistert über die gute Luftqualität und das Platzangebot für »ihre« Kinder.

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Mit dem neuen Haus hat auch ein neues Konzept der Innenausstattung Eingang in den Kindergartenalltag gefunden. »Angesichts zunehmender verhaltensauffälliger und nervöser Kinder verabschieden sich die modernen Kindergärten immer mehr von üppigen und quietschbunten Dekorationen«, erklärt die Leiterin. Damit will man der permanenten Reizüberflutung, der die Kinder heutzutage ausgesetzt sind, zumindest im Kindergarten entgegensteuern.

In unmittelbarer Nachbarschaft des neuen Kindergartens wird derzeit der sogenannte »Altbau« des ehemaligen Kindergartens aus dem Jahre 1956 energetisch saniert und auf den neuesten Stand für eine Kinderkrippe gebracht. Für die Umstellung auf eine Pelletsheizung und einen modernen Brandschutz sowie den kleinkindgerechten Umbau sind Gesamtkosten von rund 766 000 Euro veranschlagt, wobei die Gemeinde laut Bürgermeister Nitschke 235 000 Euro schultern muss. Im kommenden Jahr wird das Haus dann rund 30 Kleinkindern unter drei Jahren zur Verfügung stehen.

Investiert hat die Gemeinde heuer auch in den gemeindlichen Kindergarten Zellerpark mit seinen zwei Gruppen. Hier wurden eine neue Spielstraße angelegt und betoniert, ein neuer Zaum gebaut, ein Maibaum installiert sowie neue Dreiräder und eine neue Schaukel angeschafft. Für das kommende Jahr sind ein Balancierbaum, neue Wipptiere und ein Holztraktor mit Anhänger fest eingeplant. bvd