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Kinder- und Jugendarbeit vernetzen

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Traunreut. Unter dem Namen »Traunreuter Kindl« entsteht in der Stadt ein neues Netzwerk, in dem alle Einrichtungen der Kinder- und Jugendarbeit sich vernetzen und zusammenarbeiten sollen. Das Team der ISG (Integrative Sozialpädagogische Gruppenarbeit) präsentierte bei der Auftaktveranstaltung dabei Beispiele seiner Arbeit.


Cornelia Streitwieser vom ISG-Team brach eine Lanze für die Stadt Traunreut und den ganzen Chiemgau: Man habe im Chiemgau ein Paradies, an dem man aber auch weiter arbeiten müsse. Und dazu gehöre auch, sich um die Kinder und Jugendliche zu kümmern. Man brauche eine gesellschafts- und konsumkritische Kinder- und Jugendarbeit. Sie selber ist als junges Mädchen aus Oberschlesien nach Traunreut gekommen und wisse, wie es ist, sich durchzukämpfen und eine neue Heimat zu finden.

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Die Initiatorin des Projektes bat Politiker und Unternehmen, die Kinder- und Jugendarbeit zu unterstützen: »Jeder Euro zählt und wenn jeder ein bisschen was gibt, kommt am Ende auch eine schöne Summe zusammen zum Wohle unserer Kinder.« Von der Spardabank Traunreut erhielt das Projekt einen Scheck über 500 Euro als Starthilfe und so mancher Besucher der Veranstaltung am Donnerstag füllte sogleich ein Spendenformular aus. Die Aktion »Traunreuter Kindl« engagiert sich für die Kinder und Jugendlichen in Stadt und Umgebung. Sie will einem zu großen Medienkonsum entgegenwirken, für mehr Bewegung, Sport und Begegnung mit der Natur sorgen und sich für eine große Gemeinschaft einsetzen. Dazu soll ein Netzwerk entstehen und ist zum Teil schon entstanden aus Firmen, die ihren Beitrag dazu leisten, aus ansässigen Vereinen, Schulen, der Politik und sozialen Einrichtungen. In Zusammenarbeit mit dem Jugendzentrum Traunreut und dem Mehrgenerationenhaus hat der Verein ISG bereits einige Projekte angestoßen. Beispiele der Arbeit mit den Kindern und Jugendlichen wurden bei der Auftaktveranstaltung in Form eines kleinen Theaterstückes mit Tanzeinlagen gezeigt.

Bürgermeister Franz Parzinger lobte das Engagement von Cornelia Streitwieser und ihrem Team. Traunreut bezeichnete er als ganz besondere Stadt mit viel Kraft durch Offenheit. »Hier werden Menschen aus anderen Kulturen immer mit offenen Armen aufgenommen, das ist eine große Stärke«, betonte das Stadtoberhaupt. Auch er wünsche sich, dass die bereits vorhandenen haupt- und ehrenamtlich in der Kinder- und Jugendarbeit Tätigen sich gegenseitig unterstützen und die Arbeit dadurch vielleicht noch verbessern könnten. mix