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»Kinder standen und stehen im Mittelpunkt«

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Tolle Tanzeinlagen zeigten verschiedene Gruppen – wie zum Beispiel die Gruppe Konfetti, die gleich mehrere Auftritte hatte. Weitere Bilder finden Sie unter www.traunsteiner-tagblatt.de/fotos im Internet. (Foto: Wittenzellner)

Traunstein. Zigtausende von ehrenamtlichen Stunden wurden von den Helferinnen des Kinderschutzbundes geleistet, Gesprächskreise und Präventionsprojekte initiiert und neue Familienprojekte kreiert. »Und immer standen und stehen die Kinder im Mittelpunkt«, betonte Burgi Lederer, die Gründerin des inzwischen als Orts- und Kreisverband Traunstein fungierenden Kinderschutzbundes. Nun feierten Mitglieder und Freunde des Vereins das 20-jährige Bestehen im Rathaus.


Neben vielen Dankesworten und Ansprachen gab es mit einigen sehr attraktiven musikalischen und tänzerischen Einlagen auch einen schönen Querschnitt über einige aktuelle Projekte des Kinderschutzbundes. Sie machten deutlich, dass beim Kinderschutzbund einerseits gut gearbeitet wird und andererseits der Fokus klar auf dem Schutz und einer guten Entwicklung der Kinder stand und steht. Der Slogan des in den Deutschen Kinderschutzbund eingebundenen Orts- und Kreisverband passe gut zu der Arbeit befand dann auch Oberbürgermeister Manfred Kösterke. »Sie sind die Lobby für Kinder«, betonte er.

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Lederer blickte in ihrer Eröffnungsrede zu den Anfängen des Vereins zurück. Sie sei über den Rosenheimer Kinderschutzbund nach Traunstein gekommen. 1993 habe man einen Informationsabend in Traunstein mit dem Ziel der Vereinsgründung abgehalten. »Damals waren nicht alle der Meinung, dass ein Kinderschutzbund benötigt werde«, sagte sie. Auch mit der Hilfe von Alt-Oberbürgermeister Fritz Stahl sei der Verein schließlich gegründet worden, die Arbeit – durch Stadt und Landkreis Traunstein unterstützt – über die Jahre stattlich gewachsen.

»Die Schwächsten in der Gesellschaft – und das sind die Kinder – stark machen«, so beschrieb Oberbürgermeister Kösterke die Ziele des Kinderschutzbundes. Seien Kinder doch leider sehr stark fremdbestimmt. »Sie sind hier in die Bresche gesprungen«, sagte das Stadtoberhaupt. Die Stadt werde dem Kinderschutzbund »für eine gute Zukunft unserer Kinder ein guter und verlässlicher Partner bleiben«, versprach er.

Traunsteins Dritte Bürgermeisterin Waltraud Wiesholer-Niederlöhner sagte, sie könne sich noch gut an die von der späteren Gründerin Burgi Lederer, die inzwischen den Ehrenvorsitz innehat, gehaltenen »flammenden Rede« erinnern. »Es wurde eine Erfolgsgeschichte zum Wohle der Kinder«, freute sie sich.

Franz Feil, Sachgebietsleiter im Amt für Kinder, Jugend und Familie machte deutlich, dass sein Amt »starke und verlässliche Partner benötige«. Diesen habe man im Kinderschutzbund. Man könne nur gemeinsam für eine gute Zukunft der Kinder sorgen, betonte er. »Sie leisten einen unverzichtbaren Dienst für den Landkreis und die Gesellschaft«, lobte Feil.

Maria Klausner, die den Kinderschutzbund Rosenheim vor 31 Jahren mitgegründet hatte, schilderte, wie sie Lederer überzeugte, die Arbeit in Traunstein zu beginnen. Sie habe sich immer »starke Nachbarn« gewünscht. War die Akzeptanz anfänglich noch zögerlich, hat sich die Situation zwischenzeitlich komplett verändert. Heute bestünde eine starke Partnerschaft zwischen dem Kinderschutzbund und Stadt sowie Landkreis. awi