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Für Patenschaftsprogramm des Lions-Clubs Waginger See werden weitere Unterstützter gesucht

Kinder in Sri Lanka brauchen Hilfe

Waging am See – 1700 Kinder und Jugendliche in Sri Lanka haben in den vergangenen 20 Jahren über das Patenschaftsprogramm des Lions-Clubs Waginger See die Chance zu einer Schul- und Berufsausbildung erhalten. 160 Euro im Jahr für Schulkinder und 310 Euro für Studenten beträgt der Jahresbeitrag für eine Patenschaft. Aufgrund des großen Bedarfs an solchen Förderungen in dem armen Land werden dringend weitere Paten gesucht.

Bevor ein Kind oder Jugendlicher in das Patenschaftsprogramm des Lions-Clubs aufgenommen wird, werden die familiären Verhältnisse genau registriert. Unser Bild zeigt Monika Ries bei einem Gespräch mit Bewerbern.

Deshalb wenden sich Mitglieder des Lions-Clubs Waginger See mit verschiedenen Aktionen an die Öffentlichkeit, um weitere Personen anzusprechen und sie für eine Patenschaft zu gewinnen. Bei einem Gespräch mit unserer Zeitung erläuterten Marianne und Hubert Lindenkamp, Regina Perschl und Yvonne Liebl das Konzept des Patenschaft-Projekts. Vor mehr als 20 Jahren hatte der Lions-Club Hikkaduwa im Südwesten von Sri Lanka dieses Hilfsprojekt für Kinder und Jugendliche mit Hilfe ausländischer Paten ins Leben gerufen. Ziel ist es, Kindern und Jugendlichen aus bedürftigen Familien eine schulische Ausbildung beziehungsweise ein Studium zu ermöglichen. Ein großer Teil der Bevölkerung von Sri Lanka lebt immer noch in bitterer Armut, viele Kinder sind Halb- oder Vollwaisen oder haben kranke Eltern.

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Vor Ort werden die Bewerber genau auf ihre Bedürftigkeit überprüft und nach der Aufnahme ins Projekt regelmäßig betreut. Wenn Monika Ries oder Regina Perschl dann vor Ort sind, nehmen sie sich die Zeit, mit jedem der Kandidaten selber zu sprechen, um sich einen eigenen Eindruck zu verschaffen. Das alles geschieht komplett ehrenamtlich, sogar die Reisen müssen selber bezahlt werden.

Viele der Schüler und Studenten, die über die Patenschaften unterstützt worden sind, stehen inzwischen im Beruf und können ihre Familien ernähren. Zahlreiche junge Ärzte, Ingenieure, Juristen und Lehrer, die aus diesem landesweiten Programm hervorgegangen sind, arbeiten engagiert und erfolgreich an der Verbesserung der Lebensbedingungen in ihrem Land mit.

Wer Interesse daran hat, eine Patenschaft zu übernehmen, bekommt vom Lions-Club einen Informationsbogen über ein Patenkind und jährlich einen Bericht über seinen Schützling. Die Patenkinder ihrerseits werden dazu angehalten, an ihre Paten in Deutschland zu schreiben. Wer Interesse an einer Patenschaft hat, kann sich bei Monika Ries, Telefon 08681/43 24, oder Regina Perschl, Telefon 08681/47 18 28, melden. Darüber hinaus hat der Lions-Club Hikkaduwa einen Notfonds eingerichtet, über den besonders dringende Hilfeleistungen finanziert werden, wie Medikamente, kleine Operationen oder Rollstühle. Das Spendenkonto »Lions-Hilfswerk Waginger See« ist bei der HypoVereinsbank Traunstein, IBAN DE05 7102 2182 0372 9618 99.

Ein wesentlicher Aspekt des Patenschafts- und Ausbildungsprojekts liegt in der Transparenz der Verwendung der Spendengelder. Paten sind jederzeit willkommen, sich vor Ort in Hikkaduwa davon zu überzeugen, dass ihre Spende ohne Abzug bei den Schülern und Studenten ankommt. Über 40 Paten aus Waging und Umgebung waren schon in Sri Lanka und haben sich mit ihren Patenkindern getroffen. Daraus sind in einigen Fällen ganz intensive Bindungen entstanden. Einige der Studenten haben sogar die Möglichkeit bekommen, ihre Patenfamilien in Deutschland zu besuchen und die Zeit beispielsweise für ein Praktikum zu nutzen. So könne mit einem vergleichsweise geringen Betrag, so betont Hubert Lindenkamp, ein großer Erfolg erzielt werden. he