weather-image
22°
Bauernhof geht in Flammen auf – 130 Einsatzkräfte vor Ort

Kind bei Vollbrand in Wohnhaus verletzt

Ein verletztes Kind und mehrere hunderttausend Euro Schaden ist die Bilanz eines Großbrandes in einem Bauernhof im Schnappenwinkl – das Haus brannte am Dienstag völlig nieder.

Die großen dunklen Rauchwolken waren schon aus der Ferne zu sehen. Foto: FDLnews/AKI

Update, Mittwoch, 11 Uhr:

Einige hunderttausend Euro Sachschaden und ein leichtverletztes Kind, so lautet die vorläufige Bilanz des Großbrandes am Dienstagnachmittag.

Anzeige

Ein Kind der dort lebenden fünfköpfigen Familie erlitt beim Brand eine leichte Verletzung und musste behandelt werden, erklärte die Polizei auf Nachfrage unserer Zeitung. Die Schafe und Hühner, die die Familie auf dem Hof hielt, konnten gerettet werden. Auch ein Brandermittler des bayerischen Landeskriminalamts wurde hinzugezogen.

Über 130 Einsatzkräfte der Feuerwehren des Achentales waren über Stunden zur Brandbekämpfung in Staudach-Egerndach im Einsatz. Aus bisher unbekannten Gründen war dort gegen 16.30 Uhr der Stadel eines ehemaligen Bauernhofes in Brand geraten und letztendlich, trotz aller Bemühungen der engagiert vorgehenden Feuerwehrkräfte, vollständig niedergebrannt. Auch das direkt angrenzende Wohnhaus brannte und erlitt starke Beschädigungen. Nach den jetzt vorliegenden Erkenntnissen erlitt ein Kind der dort lebenden Familie eine leichte Verletzung und musste behandelt werden.

Beamte der Polizei Grassau und des Kriminaldauerdienstes der Kripo Traunstein hatten bereits während des Brandes am Dienstagnachmittag erste Maßnahmen und Ermittlungsschritte eingeleitet.

Das zuständige Fachkommissariat der Kripo Traunstein führt nun die Ermittlungen zur Klärung der Brandursache fort, darunter fallen auch erste Untersuchungen am unmittelbaren Brandobjekt, das auf Grund der starken Zerstörung, Hitzeentwicklung und der damit einhergehenden Gefahren noch nicht vollständig betreten werden konnte.

Update, 19 Uhr:

Soeben erreicht uns die Meldung, dass mindestens zwei Personen bei dem Brand verletzt wurden. Wie das Feuer ausbrechen konnte, bleibt bislang unklar. Der Sachschaden dürfte in die Hunderttausende gehen.

Die Feuerwehren aus dem Landkreis hatten schwer zu kämpfen, da sich das Gebäude auf einem Hügel befindet und die Wasserversorgung über lange Schlauchsysteme sichergestellt werden musste. Zum Einsatz kam auch eine Drehleiter der Feuerwehr Grassau. Im Einsatz waren mindestens sieben Feuerwehren mit rund 130 Feuerwehrmännern aus dem Landkreis, das Sondereinsatzkommando des BRK und ein Notarzt. (FDL/AKI)

Bericht vom Brandort:

Zu einem vollkommen in Flammen stehenden Bauernhof wurden am Dienstag kurz nach 16 Uhr sieben Feuerwehren an die Marquartsteiner Straße im Ortsteil Schnappenwinkl bei Staudach-Egerndach beordert. Das Feuer entfachte sich aus bislang unklarer Ursache im angebauten Stadel, breitete sich schnell aus und erfasste dann auch das Wohnhaus.

Trotz des Großaufgebots an Löschmannschaften konnte nicht verhindert werden, dass sowohl der Anbau als auch das Wohnhaus selbst durch das Feuer völlig zerstört wurden. Verletzt wurde nach ersten Erkenntnissen niemand. Die Bewohner des Hauses konnten sich rechtzeitig in Sicherheit bringen.

Sieben Feuerwehren im Großeinsatz

Gegen 16.15 Uhr wurde über Notruf das Feuer auf dem kleinen Bauernhof im Ortsteil Schnappenwinkl gemeldet. Bei Eintreffen der ersten Löschmannschaften stand der Stadel bereits im Vollbrand.

Daraufhin wurden neben den schon eingesetzten Wehren aus Staudach-Egerndach sowie Grassau auch die Feuerwehren aus Unterwössen, Marquartstein, Übersee und Rottau an den Brandort alarmiert, ebenso die Feuerwehr Traunstein mit dem Gerätewagen Atemschutz und die Unterstützungsgruppe Örtliche Einsatzleitung. Auch Vertreter der Kreisbrandinspektion waren vor Ort und unterstützten die Einsatzleitung.

Die zusätzlichen Kräfte aus der Umgebung waren notwendig, um die mehreren 100 Meter langen Schläuche von der Tiroler Ache bis zum Einsatzort aufzubauen und somit ausreichend Löschwasser zum Brandort zu befördern. Zudem waren etliche Kräfte mit Atemschutzgeräten im Einsatz. Wegen der starken Rauchentwicklung und für die Löscharbeiten innerhalb des Wohnhauses mussten die Floriansjünger mit Pressluftgeräten arbeiten – so sollte auch das Übergreifen der Flammen verhindert werden.

Löscharbeiten werden bis in die Nacht andauern

Das Großaufgebot an Feuerwehren, insgesamt mehr als 100 Feuerwehrmänner und -frauen, wurden der sich schnell ausbreitenden Feuersbrunst nicht Herr. Erst gegen 17.50 Uhr – rund eineinhalb Stunden nach dem Alarm – meldete die Einsatzleitung dann "Feuer unter Kontrolle". Die Nachlöscharbeiten werden aber noch bis in die Nacht hinein andauern. Neben den Feuerwehren war auch der BRK-Rettungsdienst vor Ort, musste aber nicht eingreifen.

Zur Brandursache gibt es noch keine Erkenntnisse. Die Kripo Traunstein wird die Ermittlungen dazu aufnehmen. Der entstandene Sachschaden ist noch nicht abzuschätzen. pv

Genauere Umstände und das Schadensausmaß wird die Polizei erst Morgen bekannt geben können.

Erstmeldung, 17.30 Uhr:

Ein Großaufgebot von Feuerwehren ist derzeit mit den Löscharbeiten beschäftigt. Das Wohnhaus wird voraussichtlich nicht zu retten sein und bis auf die Grundmauern niederbrennen.

Bilder und ein ausführlicher Bericht innerhalb der nächsten Stunde hier im Artikel!

Nach den momentanen Erkenntnissen der Polizei sind bisher keine Personen verletzt worden. Die Brandursache ist derzeit unklar. Die Kripo Traunstein wird vermutlich die weiteren Untersuchungen führen.

th/pv/FDL