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Ketterl bleibt Ärztlicher Direktor

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Prof. Dr. Rupert Ketterl ist für weitere vier Jahre Ärztlicher Direktor des Klinikums Traunstein. (Foto: Buthke)

Traunstein. Prof. Dr. Rupert Ketterl, Chefarzt der Unfallchirurgie und orthopädischen Chirurgie – Zentrum Hand- und Wirbelsäulenchirurgie, wurde für weitere vier Jahre zum Ärztlichen Direktor des Klinikums Traunstein wiedergewählt. Seine Stellvertreter sind die Chefärzte Dr. Anton Kreuzmayr (Gastroenterologie) und PD Dr. Tom Zucker (Anästhesie, Schmerztherapie und Intensivmedizin). Sie wurden ebenfalls in ihren Ämtern bestätigt. Zu ihrem Verantwortungsbereich gehört auch die Kreisklinik Vinzentinum Ruhpolding.


Seine Tätigkeit bezeichnet Ketterl, der seit 2007 Ärztlicher Direktor ist, als sehr vielgestaltig und zeitintensiv. Er ist in erster Linie Interessenvertreter der Ärzte, von denen er auch gewählt wird. Zusammen mit dem Ruhpoldinger Krankenhaus sind es fast 300 Ärzte. Da bleibt es nicht aus, dass er auch einmal Streitigkeiten schlichten muss. Gegenüber der Geschäftsführung bringt er die Situation der medizinisch-beruflichen Seite zu Gehör und kümmert sich um viele organisatorische Dinge. So muss er sich auch ein Bild verschaffen, ob Ärzte ihrer Fortbildungsverpflichtung nachkommen.

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Er vertritt die Ärzte ferner in verschiedenen Gremien des Klinikums wie beispielsweise im Risikomanagement oder im Hygieneausschuss, wo er die ärztliche Meinung kundtut. Da das Amt des Ärztlichen Direktors neben der täglichen ärztlichen Aufgabe quasi ehrenamtlich ausgefüllt werden muss, ist er froh, dass er vom hauptamtlichen Medizinischen Direktor der Geschäftsführung, Prof. Dr. Ulrich Bürger, unterstützt wird. »Dies erleichtert meine Arbeit ganz enorm«, so Ketterl.

Ein wesentlicher Aspekt ist für ihn, das Klinikum auch künftig zu sichern, indem er seine guten Verbindungen nach außen zu den niedergelassenen Ärzten pflegt, auf die das Krankenhaus als Zuweiser angewiesen ist. Hilfreich sei dabei seine 23 Jahre lange Tätigkeit im Traunsteiner Klinikum, so Ketterl.

Er bezeichnet sich selbst als jemanden, der kompromissbereit ist und gerne vermittelt, ohne dabei die Wahrung der Interessen seiner Berufsgruppe außer Acht zulassen. Dabei betont er die gute Zusammenarbeit mit der Pflege und der Verwaltung. »Nur so ist es möglich, diejenigen Aufgaben zu meistern, die in Zukunft auf die Krankenhäuser zukommen.«

Sehr hilfreich sei dabei, dass mit Kreuzmayr als Erstem Stellvertreter und Zucker als Zweitem Stellvertreter die Mannschaft wieder so gewählt worden sei, wie sie zuvor schon gewesen sei. In Zeiten der ständigen Veränderungen sei eine Kontinuität in den Strukturen der Krankenhäuser besonders wichtig, um die Schwierigkeiten meistern zu können.

Die Entwicklung des Klinikums Traunstein mitgestalten zu können, mache ihm sehr viel Spaß, erklärt Ketterl, zumal ihm die neue Geschäftsordnung der Kliniken Südostbayern AG mehr Mitspracherecht einräume. Neu sei auch die Konferenz aller Ärztlichen Direktoren der Klinik-AG als gemeinsame Plattform, in der erörtert wird, wie es künftig in der Aktiengesellschaft insgesamt weitergehen kann. Bjr