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Kernzone der Hirschauer Bucht ist tabu

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Um das Naturparadies Hirschauer Bucht zu schützen, gilt ein absolutes Betretungsverbot. Aber nicht alle halten sich daran.

Grabenstätt. In den vergangenen Monaten haben sich im Landratsamt Traunstein Meldungen gehäuft, dass sich immer wieder Menschen verbotenerweise in der Kernzone des Hirschauer Bucht aufhalten. Sie gehen im Naturschutzgebiet spazieren oder sammeln dort Holz. Der Gebietsbetreuer für den Chiemsee, Hannes Krauss, weist darum darauf hin, dass für die Kernzone der Hirschauer Bucht ein absolutes Betretungsverbot gilt. Wer sich nicht daran hält, muss mit einer Anzeige rechnen.


Seit dem Hochwasser im vergangenen Juni war die Hirschauer Bucht immer wieder in den Schlagzeilen. Meist ging es dabei um die Themen Treibholz, Müll und Verlandung. Das Wasserwirtschaftsamt Traunstein und die Regierung von Oberbayern ließen daraufhin den angeschwemmten Müll von einer Entsorgungsfirma aus der Bucht entfernen. Hierzu habe es eine Sondergenehmigung für die Betretung der Kernzone gegeben, so Krauss.

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Natürlich, so der Gebietsbetreuer weiter, sei es unbestritten, dass Notwendigkeiten bestehen, die Hirschauer Bucht zu betreten. So befischen etwa die Berufsfischer die Bucht. Auch gibt es immer wieder Sonderreglungen zum Räumen der Mündungen. Allerdings, so Krauss, würde es sich hierbei um privilegierte Nutzungen oder um abgestimmte Sonderfälle handeln. Die Kernzone soll der besonderen Schutzwürdigkeit des einzigartigen Lebensraumes Rechnung tragen. Immerhin, so Krauss, sei das Achendelta das am besten erhaltene Binnendelta in Mitteleuropa. Die Hirschauer Bucht ist neben dem Irschener Winkel der letzte große Zufluchtsort für geschützte Arten. Hier brüten Raritäten wie Flussregenpfeifer, Krickente, Wasserralle und Zwergtaucher. Zudem dient die Bucht als Rastplatz für seltene Vögel.