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Keine weiteren Schilder an der Burgstraße

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Anlieger bemängeln das hohe Verkehrsaufkommen an Wochenenden und viel zu schnelle  Radfahrer  auf  der  Burgstraße  in Marquartstein. (Foto: Giesen)

Marquartstein – Mit zwölf zu drei Stimmen beschloss der Marquartsteiner Gemeinderat, eine Markierung mit 30 km/h auf der Fahrbahn der Burgstraße anbringen zu lassen. Den Antrag, zusätzlich noch weitere Verkehrszeichen wie die Geschwindigkeitsbeschränkung auf Schildern und den zweimaligen Hinweis auf Engstellen, lehnte der Rat nach längerer Diskussion mit elf zu vier Stimmen ab.


Bürgermeister Andreas Scheck erklärte, dass mehrere Anlieger der Burgstraße wegen der häufig viel zu schnellen Radfahrer und anderer Fahrzeuge an ihn herangetreten seien, hier Abhilfe zu schaffen. »Es darf nicht erst was passieren, bevor etwas gemacht wird«, sagte Scheck. Noch sei hier nicht »geblitzt« worden, aber das werde geschehen. Die Polizeiinspektion Grassau sieht in der Burgstraße allerdings bisher kein Problem, was aus einer Stellungnahme hervorging, die der Bürgermeister verlas. Danach wird das Unfallgeschehen auf der Burgstraße als »absolut unauffällig« bezeichnet, weitere Verkehrszeichen wurden sogar als kontraproduktiv eingestuft: »Übermäßige Beschilderung führt zu einer allgemeinen Überforderung der Verkehrsteilnehmer und zu Akzeptanzproblemen bei der Beachtung von Verkehrsvorschriften«, heißt es in dem Schreiben.

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In der Diskussion schilderte vor allem Klaus Hell die aus seiner Sicht untragbare Verkehrssituation auf der Burgstraße. Seit zwölf Jahren gibt es im Gebiet am Burgberg eine Geschwindigkeitsbegrenzung von 30 km/h, was die Verkehrssituation kaum beeinflusse. Vor allem am Wochenende herrsche oft starker Ausflugsverkehr, wobei besonders auswärtige Autofahrer und Radfahrer die Beschränkung auf 30 km/h nicht im Geringsten beachten und wenn nötig bei den Engstellen auf den Gehsteig ausweichen. Hell wandte sich besonders gegen die Aufstellung eines sichtbaren Messgeräts mit Smileys, weil das manche Radfahrer besonders anrege, ihre eigene Geschwindigkeit zu steigern. Zuletzt sei einer mit knapp unter 70 km/h unterwegs gewesen. Beim Herausfahren aus Einfahrten sei diese Situation sehr gefährlich für Autofahrer.

Mehrere Gemeinderäte waren jedoch gegen das Aufstellen  von mehr Schildern. Michael Elgass wandte sich gegen eine zusätzliche Beschilderung,  weil sie nicht für mehr Sicherheit sorge. Im unteren Bereich der Burgstraße stehe zum Beispiel ein Stoppschild, das kaum beachtet werde. Toni Entfellner setzte mehr »auf den gesunden Menschenverstand«, war aber für eine zusätzliche Beschilderung vor der Burgschule.

Roland Polleichtner und Thomas Halder waren ebenso wie Claudia Kraus nur für das Aufmalen von 30 km/h auf der Fahrbahn und für mehr Warnschilder wegen Kindern vor der Schule. Während Hubert Götschl die Aufstellung von Warnschildern wegen Engstellen auf der Burgstraße befürwortete und davor warnte, dass ein Radfahrer leicht stürzen könnte, meinte Anke Entfellner-Häusler, dass man auf »eine gewisse Selbstverantwortung der Fahrer« setzen müsse. gi