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Keine weiteren Bienenseuche-Fälle

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Traunstein. Die Ausbreitung der Bienenseuche im Landkreis Traunstein scheint gestoppt. Das teilte das Landratsamt am Freitag mit. Vorsorglich bleibt der Sperrbezirk jedoch bestehen.


Wie berichtet, war im August südlich von Traunstein die Amerikanische Faulbrut in einem Bienenbestand ausgebrochen. Sofort eingeleitete Umgebungsuntersuchungen ergaben, dass bereits vier benachbarte Bienenbestände in den Gemeinden Siegsdorf und Vachendorf betroffen waren. Aktuelle Untersuchungsergebnisse der übrigen 19 Bienenbestände im Sperrbezirk zeigen derzeit keine weitere Ausbreitung der Seuche. Durch die vom Veterinäramt Traunstein eingeleiteten Maßnahmen konnte offensichtlich eine weitere Verbreitung bislang verhindert werden.

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Der gebildete Sperrbezirk bleibt aber bestehen, da erst nach einer weiteren Untersuchung aller Bestände im Frühjahr 2013 festgestellt werden kann, ob die Bienenseuche tatsächlich vollständig erloschen ist. Bis dahin dürfen weder Bienen noch Gerätschaften aus Bienenbeständen des Sperrbezirkes gebracht werden.

Seit 2003 ist es der erste Ausbruch dieser Seuche im Landkreis Traunstein. Da die Bakterien der Amerikanischen Faulbrut als Sporen jahrelang in befallenen Beständen überleben können und von diesen Beständen auch in Nachbarbestände transportiert werden, wurde im vorliegenden Fall von allen beteiligten Seiten sehr konsequent gegen die Seuche vorgegangen. Mit Hilfe der Bienenhygienewarte wurden die erforderlichen Untersuchungen rasch durchgeführt. Die Imker der betroffenen Bestände entfernten sofort die befallenen Völker und führten Reinigungs- und Desinfektionsmaßnahmen durch. Um jegliche Gefahren der Weiterverbreitung auszuschließen, wurden etwa 2000 Kilogramm Gerätschaften, die sich nicht ausreichend reinigen ließen, auf Kosten des Landratsamtes in der Müllverbrennung entsorgt.

Um die Auswirkungen der Seuche für die Bienenbestände des Landkreises mit dem Veterinäramt zu diskutieren, hatte der Kreisverband Traunstein der Bayerischen Bienenzüchter bereits Mitte September eine Sondersitzung der Vorstände organisiert. Als sehr erschwerend für die Seuchenbekämpfung stellte sich dabei heraus, dass einzelne Bienenhaltungen im Sperrbezirk nicht registriert waren oder nicht sofort zugeordnet werden konnten. Daher appelliert das Landratsamt an alle bisher nicht registrierten Bienenhalter im Landkreis, umgehend ihrer Verpflichtung gemäß Bienenseuchenverordnung nachzukommen und ihre Haltung unter Angabe der Bienenvölker und ihres Standortes beim Veterinäramt anzuzeigen. Zudem muss jeder Besitzer von Bienenvölkern, die nur vorübergehend an einen anderen Ort gebracht werden, an dem Bienenstand ein Schild mit seinem Namen und seiner Anschrift sowie der Zahl der Bienenvölker in deutlicher und haltbarer Schrift gut sichtbar anbringen.

Ausdrücklich weist das Landratsamt darauf hin, dass für Menschen keine Gefahr besteht, da die Bienenseuche für sie völlig ungefährlich ist. Auch Honig und Honigprodukte werden in ihrer Qualität nicht beeinflusst.