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Keine Schulden beim Bau des Probenhauses

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Der Bau des bereits eingeweihten Probenhauses des Musikvereins Grabenstätt hat rund 450 000 Euro gekostet. (Foto: Müller)

Grabenstätt – Auf die Frage von Gemeinderätin Anita Kohlbeck (SPD), ob die Endabrechnung für das vor gut einem Jahr eingeweihte Probenhaus des Musikvereins Grabenstätt schon stehe, betonte Bürgermeister Georg Schützinger am Ende der jüngsten Gemeinderatssitzung, dass man für den bewilligten Zuschuss von gemeindlicher Seite keinen Verwendungsnachweis gefordert habe. »Wir haben das im Gesamten nicht abgerechnet, wir können aber sagen, dass wir da ohne Schulden rausgekommen sind«, versicherte Alois Wiesholler (CSU), der dem Musikverein als Vorsitzender vorsteht.


»Es ist noch Geld in der Kasse«, so Wiesholler weiter. Auf der Internetseite des Musikvereins habe man alle wichtigen Informationen zum rund 450 000 Euro teuren Probenhaus-Neubau und zu dessen Finanzierung – unter anderem mit 6000 Stunden Eigenleistung – veröffentlicht.

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Auch Hochwasserschutz war Thema

Alois Binder (CSU) ärgerte sich über die »nicht zufriedenstellenden« Äußerungen des Wasserwirtschaftsamts Traunstein bei einer Informationsveranstaltung zum Hochwasserschutz im Heftersaal in Grassau. Wenn man den Damm der Tiroler Ache auf dessen Ostseite nicht verstärke, müsse man beim nächsten schweren Hochwasser wieder mit einem Dammbruch und folgenschweren Überflutungen in Grabenstätt rechnen, mahnte Binder an und schob hinterher: »Wir müssen schauen, dass wir da dran bleiben.«

Auch Bürgermeister Schützinger appellierte, dass man den ostseitigen Achendamm an den Sollbruchstellen so verstärken sollte, dass er von den Wassermassen »nicht mehr bis ganz unten weggespült werden kann«. Leider gebe es zwischen Kössen und dem Chiemsee keine anderen Retentionsflächen, sprich Ausbreitungsflächen bei Überschwemmungen. Derzeit werde der Damm auf der Westseite der Tiroler Ache saniert, so Schützinger. Der Schutz der dort befindlichen dicht bewohnten Gebiete, insbesondere Übersees, habe für das Wasserwirtschaftsamt absolute Priorität. Andreas Lukas (FW) lobte das Engagement der Österreicher auf Tiroler Seite in Sachen Hochwasserschutz und schlug vor, Fachleute in den Gemeinderat einzuladen und sich mit ihnen auszutauschen.

Zweiter Bürgermeister Robert Muggenhamer (Bürgergruppe) erinnerte an die Vorschläge der Interessensgemeinschaft Hirschauer Bucht hinsichtlich der Rückverlegung der Dämme der Tiroler Ache nördlicher der Autobahn. Das Wasser komme durch die Kanalisierung des Flusses viel zu schnell voran, vielleicht müsste man die Dämme auch allgemein wieder weiter auseinanderziehen, meinte Muggenhamer und machte sich für weitere Gespräche mit dem Wasserwirtschaftsamt stark.

Aus einer nicht-öffentlichen Sitzung des Gemeinderats bekannt gegeben wurde noch die Genehmigung des Tauschvertrags der Gemeinde mit der Firma Gienger KG über verschiedene Teilgrundstücke, darunter Gebäude- und Freiflächen, im westlichen Bereich des Betriebsgrundstücks an der Innerlohener Straße in Erlstätt. mmü