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Keine offene Ganztagsschule

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Statt eine Ganztagsschule in Staudach-Egerndach zu bauen, wird nun der Kindergarten renoviert und verschönert. (Foto: T. Eder)

Staudach-Egerndach – Sehr überraschend kam im Gemeinderat das Aus für die geplante offene Ganztagsschule in der Staudach-Egerndacher Schule. Grund hierfür sind die geringen verbindlichen Anmeldungen.


Die Information stellte Bürgermeister Hans Pertl der Haushaltsberatung vorweg, da sich dadurch auch der Haushaltsplan änderte. »Die offene Ganztagesschule hat sich erledigt«, sagte er. Nachdem im März der Bedarf bei den Eltern abgefragt worden war und damals 31 Kinder gemeldet wurde, war sicher, dass zwei Gruppen für die Ganztagsschule entstehen müssen, erklärte Pertl. Bis zum 31. Mai mussten die Eltern nun ihre Kinder verbindlich anmelden. Überraschenderweise gab es nur sechs verbindliche Anmeldungen. Mit nur sechs Kindern gebe es aber keine Förderung für den Bau des neuen Gebäudes und auch keine staatliche Förderung zur Finanzierung des Personals. Das Bauvorhaben sei damit gestrichen.

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Verständlicherweise ärgerte sich Bürgermeister Pertl etwas, schließlich wurden bereits alle Genehmigungen eingeholt. Dies hat nicht nur Zeit, Energie und Einsatz sondern auch Geld gekostet. Die Planung für das neue Gebäude wurde bereits in Auftrag gegeben und ist fast fertig. Mit 40 000 Euro ist die Gemeinde damit in Vorleistung gegangen. Laut Pertl wären mit 31 Kindern zwei Gruppen möglich gewesen. Für eine Gruppe werden mindestens 14 Schüler gefordert. Mit nur sechs Anmeldungen habe man gar keine Chance auf Förderung.

Pertl schlug vor, die Planung dennoch fertigstellen zu lassen und die Räume des Kindergartens etwas umzubauen. Im Haushalt werden hierfür 60 000 Euro eingestellt. Die vorgesehene Abgrabung soll erfolgen und die Fenster sollen erneuert und nach unten gesetzt werden. Dadurch müssen auch die Heizkörper versetzt werden. Auch der Eingangsbereich soll umgebaut und der Umgriff verschönert werden. Geplant sei auch, die Außenisolierung bis zur Fundamentplatte fortzuführen.

Sollte im nächsten Jahr die Ganztagsschule kommen, ob dann nicht einige Arbeiten am Kindergarten umsonst gewesen seien, wollte Peter Huber wissen. Martina Gaukler betonte, dass nicht jedes Jahr aufs Neue eine Ganztagsschule geplant werden könne. Auch sie verstand die Beweggründe der Eltern nicht, zumal das Angebot für sie kostenlos gewesen wäre. »Wir können die Kinder nicht hertragen«, so Pertl und erklärte, dass die Ganztagsschule nun vom Tisch sei. Ihm wäre es auch lieber gewesen, die komplette Maßnahme zu realisieren. Dem Umbau des Kindergartens und der Einstellung der Kosten in den Haushalt stimmten alle Gemeinderäte zu. tb