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Keine Mittelstreifen in Oderberg

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Im Zuge der Asphaltierung der Staatsstraße zwischen Traunwalchen und Oderberg gibt es in der Ortschaft Oderberg keinen Mittelsteifen mehr. Das Weglassen des Mittelstreifens soll den Verkehr zum langsamer Fahren animieren. Wie unser Foto zeigt, beginnt der Mittelstreifen erst wieder nach dem Ortsschild. (Foto: Rasch)

Traunreut. Im Zuge der Ostumfahrung von Traunreut, wurde auch die Fahrbahndecke der Staatsstraße zwischen Traunwalchen und Traunreut neu asphaltiert. Nach der Fertigstellung fiel vielen Benutzern auf, dass es in Oderberg keinen Mittelstreifen mehr gibt. Das soll auch so bleiben, wie das Landratsamt Traunstein, die Stadt Traunreut und die Polizei auf Anfrage des Traunsteiner Tagblatts mitteilten.


Nach Aussagen der Stadtverwaltung werden innerorts aus Sicherheitsgründen tendenziell keine Mittelstreifen mehr aufgebracht. Ausnahmen seien Knotenpunkte wie Kreuzungen oder unübersichtliche Kurven, die eine absolute Gefahr darstellen. Das Weglassen des Mittelstreifens solle im Begegnungsverkehr zum vorsichtig Fahren animieren und daran erinnern: »Hoppla, ich bin in der Ortschaft.« Die vor rund zehn Jahren erlassene Verordnung fußt auf der bundeseinheitlichen Richtlinie für Markierung von Straßen (RMS). Seither ist laut Straßenverkehrsordnung auch bei Landstraßen ein Mittelstreifen nicht mehr nötig, wenn die Gesamtfahrbahnbreite nicht über 5,50 Meter liegt. Dafür gibt es eine Seitenmarkierung. Bei Fahrbahnbreiten über 5,50 Meter ist es umgekehrt. Keine Seiten-, dafür aber eine Mittelmarkierung. Dies soll aber nicht heißen, dass die noch vorhandenen Markierungen übertüncht oder entfernt werden. Sie werden lediglich nicht mehr erneuert. Am Beispiel von Oderberg wird die jetzt fehlende Orientierungshilfe von vielen Bürgern als eine Gefahr gesehen. Es soll im Begegnungsverkehr auch schon mehrfach zu gefährlichen Situationen gekommen sein.

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Als Hintergrund der Verordnung wird oftmals der Sparkurs der Bundesregierung in die Diskussion geworfen. Die Behörden hingegen verweisen darauf, dass den Verkehrsteilnehmern dadurch ein klares und festes Zeichen gesetzt werde. Der Polizei sind bisher keine Vorfälle oder negative Auffälligkeiten bekannt. Nach Angaben des Leiters der Traunreuter Polizeidienststelle, Johann Bohnert, seien hinsichtlich der neuen Situation in Oderberg keine Vorfälle gemeldet worden. Allerdings gebe es Anrufer, die sich über die nicht mehr aufgebrachten Mittelstreifen oder die noch fehlenden Straßenmarkierungen der neuen Ostumfahrung beschweren. Nach Angaben des Landratsamtes werden die Fahrbahnmarkierungen üblicherweise erst mehrere Wochen nach dem Aufbringen des Asphalts aufgebracht. ga

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