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Keine Kreditaufnahme notwendig

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Grassau – Der Grassauer Gemeindehaushalt 2013 präsentiert sich nach Feststellung aller Beträge als zufriedenstellend. Bürgermeister Rudi Jantke informierte in der jüngsten Sitzung des Marktgemeinderats, dass keine Kreditaufnahme notwendig war. Einhellig stimmte das Gremium der Jahresrechnung zu.


Es gab keine Beanstandungen

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Noch vor der Feststellung der Jahresrechnung erklärte Michael Strehhuber, Vorsitzender des Rechnungsprüfungsausschusses, die Arbeit des Gremiums. In fünf Sitzungen wurden die Liegenschaften der Gemeinde, wie Hochbehälter, Feuerwehr, Heizkraftwerk, Bauhof, Mittelschule und Neubau der Mittagsbetreuung wie auch des Rottauer Kindergartens betrachtet. Aus Sicht des Gremiums gab es keine Beanstandungen.

Zum Gemeindeetat 2013 sagte Bürgermeister Jantke, dass sich der Haushalt so entwickelt habe, wie angenommen. Man sei ohne Kreditaufnahme ausgekommen und dies, obwohl größere Einnahmen aus Grundstücksverkäufen nicht realisiert werden konnten. Mit dem Verkauf der Grundstücke sei aufgrund des Engpasses im Bauamt auch heuer nicht zu rechnen, so Jantke weiter.

Rücklagen von 1,06 Millionen Euro

Kämmerer Peter Enzmann stellte die Zahlen detailliert vor. Er informierte, dass sich die Zuführung zum Vermögenshaushalt von angenommen 1,06 Millionen Euro auf 1,43 Millionen erhöht habe. Geplant sei zudem eine Rücklagenentnahme von 360 000 Euro gewesen. Im Nachtragshaushalt sei man von 202 000 Euro ausgegangen und nun bei 227 000 Euro gelandet. Damit beträgt die Rücklage statt 1,2 Millionen Euro nun 1,06 Millionen Euro. Es musste kein neuer Kredit aufgenommen werden. Zudem konnte der Schuldenstand von 4,8 Millionen Euro auf 4,4 Millionen Euro reduziert werden. Bereinigt man den Schuldenstand mit den Rücklagen, dann beträgt dieser 3,3 Millionen.

Hätten die einheimischen Grundstücke verkauft werden können, dann wäre eine Rücklagenentnahme nicht notwendig gewesen, erklärte Jantke. Er geht davon aus, dass diese Verkäufe spätestens 2015 realisiert werden können. Interessenten an Bauland gebe es genug. Nach den bereinigten Soll-Einnahmen und Ausgaben beläuft sich der Gesamthaushalt auf 13,624 Millionen Euro.

Gleichwohl positiv beschieden wurde der Jahresabschluss für den Eigenbetrieb Wasserwerk. Das Wasserwerk geht 2013 mit einem kleinen Überschuss von 20 000 Euro bei einer Bilanzsumme von 2,7 Millionen Euro aus dem Rechnungsjahr. Wasserwerksleiter Sebastian Stephan informierte, dass die Umsatzerlöse in 2013 gestiegen seien und rund 25 000 Kubikmeter Wasser mehr verkauft wurde. An zwei Stellen gab es gewaltige Rohrbrüche, die lange nicht bemerkt wurden. Er riet allen Eigentümern, ab und an die Wasseruhr zu kontrollieren.

84,5 Kilometer langes Leitungsnetz

Die Gemeinde betreue ein 84,5 Kilometer langes Leitungsnetz, berichtete Stephan weiter. Als Wasserversorger übernehme die Gemeinde alle Reparaturkosten, die am Netz bis zur Wasseruhr entstehen. Um den Wasserverlust so gering als möglich zu halten, sei das Werk bemüht, jeden Rohrbruch aufzudecken. Im vergangenen Jahr waren es 24 Rohrbrüche. tb