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Keine Gefahr durch die ehemalige Hausmülldeponie

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Von der ehemaligen Hausmülldeponie in Unterwössen gehen keine konkreten Gefahren für die Umwelt aus. Das ist das Ergebnis einer Untersuchung, über deren Ergebnis die Gemeinde Unterwössen jetzt informierte. Das Bild entstand im vergangenen Jahr, als im Auftrag der Gemeinde Kernbohrungen vorgenommen wurden, um den Untergrund zu untersuchen.

Unterwössen – Die Bodenverunreinigungen durch die Hausmülldeponie im Bereich Windseestraße / Am Flugplatz in Unterwössen bringen keine unmittelbaren Gefahren für die dort lebenden Menschen. Dieses Ergebnis hat eine Untersuchung der Altablagerungen durch die Rosenheimer Firma Geopol Bulenda und Hirschmann erbracht, die im Juni 2014 vorgenommen worden war. Das teilten Bürgermeister Ludwig Entfellner und Verwaltungsleiter Thomas Müllinger in einem Gespräch mit dem Traunsteiner Tagblatt mit.


In den Jahren von 1960 bis etwa 1970 hat die Gemeinde Unterwössen in der Au im Bereich der heutigen Windseestraße und der Straße Am Flugplatz eine Hausmülldeponie betrieben. Das Landratsamt erkundete vor einigen Jahren den Landkreis nach möglichen Altlasten. 2012 erhärtete sich der Verdacht einer Bodenverunreinigung um die ehemalige Unterwössner Deponie.

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Kein schädliches Methan in der Raumluft festgestellt

Das Landratsamt gab daraufhin den Vorgang an die Gemeinde Unterwössen ab, die eine Detailuntersuchung vornehmen sollte. Mit zwei Rammkernbohrungen grenzte die Firma Geopol das Gebiet der Mülldeponie Richtung Südosten ein. Mit drei Grundwassermessstellen wurde die Fließrichtung des Grundwassers ermittelt. Subunternehmer setzten Aufschlussbohrungen und entnahmen Grundwasserproben. Bei Raumluftmessungen bei den Anwohnern wurde kein schädliches Methan registriert.

Auffällige Schadstoffgehalte stellten die Fachleute nur in einem Bereich fest. In der Altablagerung der Deponie vermuteten sie eingestautes Wasser. Ausgehend von der Bodenuntersuchung und den daraus gezogenen Schlüssen gehen die Ingenieure davon aus, dass die Deponie von einer feinkörnigen Unterschicht abgedichtet und vom Grundwasser getrennt ist.

Nach dem derzeitigen Kenntnisstand besteht nur eine geringe Wahrscheinlichkeit, dass Schadstoffe in das Grundwasser eintreten und gesetzliche Grenzwerte überschritten werden. Die Gefahr der Ausdehnung von Schadstofffahnen im Boden schätzen die Sachverständigen nach ihren Angaben als gering ein.

Auf der Grundlage dieses Berichtes sehen die Fachleute des Landratsamtes keine unmittelbaren Auswirkungen auf den Menschen. Bezüglich der Auswirkungen auf Gewässer und auf das Grundwasser ist das Wasserwirtschaftsamt Traunstein mit den Fachleuten der Geopol einer Meinung: Eine abschließende Gefährdungsabschätzung ist derzeit nicht möglich. Es liegen zu wenige Daten zur Analyse vor. Die weitere Beobachtung der Daten und ergänzende Detailuntersuchungen sollen Aufschluss über die künftige Entwicklung möglicher Schadstoffquellen geben. Derzeit läuft das Verwaltungsverfahren für die Vergabe der weiterführenden Aufträge. lukk