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Keine Gastschulbeiträge mehr

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Geld einzahlen und abheben, die Miete per Dauerauftrag begleichen, Hilfen vom Amt oder Arbeitslohn per Überweisung erhalten - wer in Deutschland lebt, braucht irgendwann ein Bankkonto. Das gilt auch für Asylbewerber. Foto: dpa/Federico Gambarini/Symbolbild

Grassau – Nach dem »Freibadurteil« darf es keine Gastschulbeiträge mehr geben. Folglich musste die Gebührensatzung der Musikschule Grassau mit ihren Zweigstellen geändert werden.


Auslöser für die neue Gebührensatzung war das »Freibadurteil«. Otto Dufter, finanztechnischer Leiter der Musikschule, erklärte, dass ein Österreicher geklagt hatte, weil er in einem bayrischen Freibad einen Zuschlag zahlen musste, den die Einheimischen nicht zu tragen hatten. Der Mann bekam Recht. Nach dem Grundgesetz seien alle Menschen gleich und es darf niemand anders behandelt werden. Der Verband der Musikschule habe nun reagiert und erklärt, dass folglich auch keine Gastschulbeiträge für Schüler, die nicht in den Verbundsgemeinden der Musikschule Grassau leben, erhoben werden dürfen.

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Allerdings dürfen Bürger, die in diesen Gemeinden leben, gefördert werden. Damit die Gebühren gleich bleiben und die Musikschule auch finanziert werden kann, wird der frühere Gastschulbeitrag bei allen Schülern eingerechnet und die Schüler aus den Verbundsgemeinden erhalten dann eine entsprechende Vergünstigung. Die Mitgliedsgemeinden Bernau, Marquartstein, Reit im Winkl, Schleching, Staudach-Egerndach und Unterwössen haben der neuen Gebührensatzung bereits zugestimmt. Der Grassauer Marktgemeinderat schloss sich nun mit einem einstimmigen Votum an.

Dufter kündigte zudem an, dass zum Schuljahr 2018/2019 wieder eine kleine Gebührenerhöhung anstehen werde. Im Landkreisvergleich sei die Musikschule dennoch günstig. tb