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Keine Fusion der Feuerwehren Matzing und Traunwalchen

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Feuerwehrreferent Herbert Kusstatscher (von links), sowie die Vertreter der Arbeitsgruppe Matthias Besuch (Vorsitzender der Feuerwehr Traunwalchen) und Florian Ettmayr (Kommandant der Feuerwehr Matzing) gaben bei einem Pressegespräch am Dienstag im Traunreuter Rathaus bekannt, dass die beiden Wehren nicht fusionieren werden. (Foto: Rasch)

Traunreut – Eine mögliche Fusion zwischen den Freiwilligen Feuerwehren Matzing und Traunwalchen ist vom Tisch. Während sich die Aktiven der Traunwalchner Wehr bereits im Dezember letzten Jahres mit deutlicher Mehrheit für eine Fusion ausgesprochen hatten, haben die Matzinger jetzt mit deutlicher Mehrheit dagegen gestimmt. Somit bleibt alles beim Alten.


Hauptargument der Gegner sei gewesen, dass dadurch ein weiterer Matzinger Verein in Traunwalchen aufgehen könnte, sagte der Pressesprecher der Arbeitsgruppe »Fusion Feuerwehren Matzing-Traunwalchen« und 1. Kommandant der Freiwilligen Feuerwehr Matzing, Florian Ettmayr, am Dienstag vor Pressevertretern im Traunreuter Rathaus. Laut Ettmayr hätten sich 25 Aktive gegen eine Fusion ausgesprochen, sieben seien dafür gewesen und drei hätten sich ihrer Stimme enthalten. Ettmayr vermutet, dass für die Gegner emotionale und persönliche Gründe den Ausschlag gegeben hätten. Die Tatsache, dass die Matzinger viel Eigenleistung in ihr Gerätehaus gesteckt hatten, sei offenbar ein Hemmschuh gewesen, sagte der Kommandant. Man müsse die Entscheidung akzeptieren, wobei es aus Sicht der Matzinger Führungsspitze kein logisches Argument gegen eine Fusion gegeben hätte.

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Ettmayr und der Vorsitzende der Traunwalchner Feuerwehr, Matthias Besuch, waren sich aber auch einig, dass die in den vergangenen Monaten geführten Gespräche in der Arbeitsgruppe nicht umsonst gewesen seien. »Wir hätten uns sonst ewig gefragt, hätte es geklappt oder nicht«, so Ettmayr.

Enttäuscht über den Ausgang äußerte sich Feuerwehr-referent Herbert Kusstatscher. Es sei schade, dass keine Einigung erzielt werden konnte. Fakt sei, dass die Zahl der Aktiven abnehme und damit das Problem auftrete, die Fahrzeuge zu besetzen. Durch eine Fusion der beiden Wehren hätte ein zukunftsweisendes Leuchtrumprojekt für den Landkreis Traunstein entstehen können, betonte der Feuerwehrreferent.

Der Entscheidung waren nach Angaben der Arbeitsgruppenvertreter intensive und konstruktive Gespräche für einen gemeinsamen Standort vorausgegangen. Zunächst wurden die Einsatzorte beider Wehren sowie die Wohnorte der Aktiven aus Traunwalchen und Matzing untersucht, eine sogenannte Nutzwertanalyse erstellt und das Einsatzverkehrsaufkommen bewertet. Neben einem Anbau an das Gerätehaus in Matzing wurden weitere mögliche Standorte in Hörzing, Oderberg (Bereich einer Baumschule) und im Traunwalchner Ortsteil Hölzl untersucht. Der Standort in Oderberg, der für ein neues Feuerwehrgerätehaus der Freiwilligen Feuerwehr Traunwalchen zur Debatte steht, sowie ein Anbau an das Matzinger Gerätehaus schieden wegen der Anfahrtswege aus. Die Standortalternative im Bereich einer Baumschule an der Robert-Bosch-Straße wurde wegen des Grundstückszuschnitts ausgeschlossen. Aus feuerwehrtechnischer Sicht am sinnvollsten wäre der, für beide Wehren am zentralsten gelegene, Standort »Hölzl« gewesen. Wie es hieß, hätte der Standort in Hörzing an der Robert-Bosch-Straße nur eine geringere Verschlechterung für die Abdeckung des Einsatzgebietes Matzing um circa 700 Meter bedeutet. Das Einsatzgebiet der Traunwalchner Wehr hingegen, hätte bei dieser Lösung um 600 Meter besser abgedeckt werden können. Als am besten hatte der Standort »Hölzl«, ebenfalls an der Robert-Bosch-Straße gelegen, abgeschnitten. Für das Einsatzgebiet der Traunwalchner Wehr hätte dieser Standort 200 Meter mehr Anfahrt nach Niedling und Zweckham bedeutet, hätte aber gegenüber dem Standort Oderberg immerhin noch einen Vorteil von 600 Metern gehabt. ga