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Keine Frauen bei der Rottauer Wehr

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Die Dorfratschn, das »Buchner-Kathl«, gespielt von Theresa Stephan (links) erfährt vom Bäckermeister (Uli Stosch) und dem Wastlbauern (Michi Summerer) Neuigkeiten. (Foto: Adersberger)

Grassau. »Überall san d´Weiber« heißt das Lustspiel in drei Akten von Marianne Santl, das die Rottauer Theaterer im Gasthaus Messerschmied aufgeführt haben. Für die vielen Besucher waren es zwei Stunden Lachen und immer wieder Szenenapplaus. Weitere Aufführungen sind geplant.


Zwei Gründe waren es, dass dieses Stück besonders den Einheimischen so gut gefiel. In den letzten Jahren bedauerte es der Kreisbrandinspektor bei den Versammlungen der Freiwilligen Feuerwehr immer, dass es in Rottau im Gegensatz zu allen umliegenden Orten keine Frauen bei der Wehr gibt. Und beim Stück »Überall san d´Weiber« geht es darum, dass einige Frauen gegen den Willen ihrer Ehemänner in die Feuerwehr eintreten wollen.

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Sie wollen sogar für die Ämter des 2. Vorsitzenden, des Kassiers und des Schriftführers kandidieren. Man konnte den Eindruck haben, die Autorin habe Insiderwissen des Rottauer Dorflebens. Als zweiter Grund muss angeführt werden, dass die einzelnen Rollen den Schauspielern wie auf den Leib geschneidert waren.

Bäckermeister Sepp Semmelmeier, dargestellt durch Uli Stosch, erfährt von seiner Frau Resi (Kathi Stephan), dass sie gemeinsam mit zwei Freundinnen in die Feuerwehr eintreten will. Tochter Susi (Martina Lermer) begrüßt das, während ihr Opa (Hias Ballauf) das absolut nicht verstehen kann und immer wieder von der guten, alten Zeit schwärmt.

Der Bäcker trifft sich mit seinen Leidensgenossen, dem Wastlbauer Leo Wastl (Michi Summerer) und dem Metzgermeister Max Ederer (Martin Gartner), um zu verhindern, dass die Frauen bei der Versammlung in der Feuerwehr aufgenommen werden. Resi und ihre beiden Freundinnen Monika, die Frau Leos, (Heidi Huber) und Marlies, die Frau des Metzgers (Vroni Hain) werden unterstützt durch die Zeitungsausträgerin und Dorfratschn, das »Buchner-Kathl«, (Theresa Stephan). Der Opa steht auf der Seite der Männer und will die Frauen für die Versammlung außer Gefecht setzen, aber die Männer trinken den für die Frauen mit einem Abführmittel vermischten Schnaps und so nimmt das Schicksal seinen Lauf. Martin Färbinger spielt Susis Liebhaber. Regie führte Brigitte Straßer, als Souffleuse wirkte Gabi Ballauf mit und für die Bühne waren Toni Gnadl, Christian Buchner und Martin Winklmair junior verantwortlich.

Wer sehen möchte, wie dieses Lustspiel ausgeht, hat noch zweimal die Möglichkeit, den Auftritt der Rottauer Theaterer zu sehen, nämlich am 17. Oktober um 20 Uhr und am 18. Oktober um 18 Uhr im Gasthaus Messerschmied.