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Keine Beitragserhöhung

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Kirchanschöring. Die Gemeinde Kirchanschöring stellt ihre Familienfreundlichkeit erneut unter Beweis: Die Kommune lässt die Beiträge für einen Besuch im »Haus für Kinder St. Elisabeth« für das Kindergartenjahr 2013/14 unverändert – und das, obwohl das Ordinariat als Träger eine Anhebung empfohlen hat.


Die Nachmittagsbetreuung von Schulkindern soll bei einer Betreuungszeit von zehn Wochenstunden auch weiterhin 15 Euro und bei 25 Wochenstunden 35 Euro pro Monat betragen. Die Beiträge für die Kinderkrippe richten sich nach dem Einkommen der Eltern. Als Bemessungsgrundlage dienen vier Einkommensstufen. Wenn das zu versteuernde Jahres-Einkommen zum Beispiel geringer ist als 25.565 Euro, kosten zehn Betreuungsstunden in der Woche 52 Euro pro Monat. Ist das jährliche Einkommen höher als 51 129 Euro sind für die gleiche Betreuungszeit 80 Euro im Monat zu zahlen.

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Bei allen Beitragssätzen bleibt die Gemeinde deutlich unter den vom Ordinariat vorgeschlagenen Beträgen. Dessen Vorschläge hätten zu einer kostendeckenden Führung der Einrichtung beigetragen. Durch die Entscheidung des Gemeinderats wird nun allein die Kinderkrippe voraussichtlich ein jährliches Defizit von etwa 30 000 bis 40 000 Euro einfahren. Dadurch erhöht sich der bisherige Fehlbetrag auf rund 120 000 Euro im Jahr, für den die Gemeinde geradesteht.

»Die konkrete Umsetzung der Sozialstaffelung ist noch zwischen Träger und Gemeinde Kirchanschöring im Detail abzustimmen«, sagte Bürgermeister Hans-Jörg Birner, der betonte, dass die bisher geltende Regelung der Beitragsminderung für Geschwisterkinder erhalten bleibe.

Die Kinderkrippe verursache, bedingt durch den intensiveren Betreuungsbedarf der Knirpse, einen erheblichen Mehraufwand. Bei einer 24-köpfigen Kindergartengruppe seien zwei Betreuerinnen notwendig, während bei einer zwölfköpfigen Kinderkrippengruppe schon drei Betreuerinnen erforderlich seien. »Dadurch ergibt sich rein rechnerisch ein dreifach höherer Personalaufwand.«

Ehe der Gemeinderat das vom Bürgermeister vorgeschlagene und vom Sozialausschuss erarbeitete Gebührenmodell einstimmig beschloss, kam es zu einer Debatte. Ratsmitglied Josef Schmid machte dabei deutlich, dass bei einer Erhöhung der staatlichen Zuschüsse für die Kindereinrichtung, die aktuell im Gespräch sei, auch die Gebühren angehoben werden müssten. Franz Niedermayer schlug vor, am Staffelungssystem zu schrauben und mehr von den Gutverdienern zu verlangen, um Familien mit kleinem Einkommen noch mehr zu entlasten. Der Vorschlag wurde jedoch nicht angenommen. ca