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Kein neues Mehrzweckgebäude in Seegatterl

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Auf dem  Grundstück  der  ehemaligen Gaststätte  Alpenhof Seegatterl  und  jetzigen Flüchtlingsunterkunft soll nach dem Willen des Gemeinderats kein Mehrzweckgebäude errichtet werden.

Reit im Winkl – Einstimmig lehnte der Gemeinderat einen Antrag auf Erweiterung und Änderung des Bebauungsplans »Seegatterl-Parkplatz« für den Bereich der ehemaligen Gaststätte Alpenhof Seegatterl ab, in der sich jetzt eine Asylbewerberunterkunft befindet. Gemäß den Antragsunterlagen sollte dort ein »Mehrzweckgebäude zur Verbesserung der Integration der Flüchtlinge« entstehen.


Das Gebäude hätte längs der Zufahrtsstraße mit einem Abstand von fünf bis acht Metern zum bestehenden Gasthaus errichtet werden sollen. Diese Situierung wurde gewählt, um eine Riegelwirkung zum Radweg und zur Bundesstraße zu vermeiden. Im Zuge der Baumaßnahme wäre eine neue Zufahrt erstellt worden.

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Bürgermeister Josef Heigenhauser gab die Absicht des Antragstellers bekannt, wonach in dem geplanten Gebäude im Erdgeschoß eine Freizeithalle, öffentliche Toiletten und ein Kiosk entstehen sollten. Für das Dachgeschoß waren eine Betriebsleiterwohnung und eine Ferienwohnung vorgesehen und im Keller eine Hackschnitzelheizung und ein Lager. Nach Auszug der Asylbewerber hätte das Gebäude touristisch genutzt werden sollen, zum Beispiel für Veranstaltungen.

Gemäß einem vom Antragsteller an die Gemeinde gerichteten Schreiben, das der Bürgermeister verlas, wird der Neubau dringend benötigt, um den Asylbewerbern eine großzügige Freizeitmöglichkeit zu bieten. Dies würde nach Auffassung des Besitzers des Anwesens dazu beitragen, dass die Flüchtlinge die Möglichkeit einer Beschäftigung haben und so weniger Konfliktsituationen entstehen können.

»Es ist nicht ersichtlich, inwiefern die geplante Halle zur Integration der Flüchtlinge beitragen soll«, stellte Bürgermeister Heigenhauser dazu fest. Eine Integration sei auch nach Meinung der Verwaltung nur durch Kontakte zur Bevölkerung zu erzielen. So seien etwa Einkaufsfahrten ins Dorf wichtig, um sich in Deutschland allgemein und insbesondere in Reit im Winkl einzufinden. Ein »Halten« der Flüchtlinge in Seegatterl, beispielsweise durch die Errichtung eines Kiosks, wäre demnach kontraproduktiv.

Im Zusammenhang mit einer möglichen touristischen Nutzung nach Auszug der Asylbewerber verwies der Bürgermeister darauf, dass in der Gemeinde Reit im Winkl bereits ausreichend Räume für Veranstaltungen zur Verfügung stünden. Außerdem entstehe danach eine weitere Problematik, weil sich die baurechtliche Genehmigung auf eine Gaststättennutzung mit Zimmervermietung erstrecke. Zudem befinde sich der geplante Neubau auf nachzuweisenden Stellplätzen gemäß genehmigtem Stellplatzplan.

Lisa Ruh sah hier ebenfalls keinen Bedarf für eine Erweiterung und empfahl dem Antragsteller, das bestehende Gebäude besser zu nutzen. Auch alle weiteren Gemeinderäte schlossen sich dem an und stimmten einhellig dagegen, ein Verfahren zur Erweiterung und Änderung des Bebauungsplans mit integrierter Grünordnungsplanung »Seegatterl-Parkplatz« wegen der Errichtung eines Mehrzweckgebäudes auf dem erwähnten Grundstück einzuleiten. sh

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