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Kein Kulturentwicklungskonzept in Traunstein

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Traunstein – Die Stadt Traunstein bekommt vorerst kein Kulturentwicklungskonzept. Das entschied heute der Stadtrat. Die Entscheidung fiel mit 12 zu 13 Stimmen äußerst knapp aus.


Beauftragt werden sollte das Institut für kulturelle Infrastruktur Sachsen (IKS), das vergleichbare Studien, zum Beispiel in Altötting, durchgeführt hat. Mit Hilfe des Konzepts wollte die Stadt erfahren, wie und in welchem Umfang Haushalts- und Fördermittel in den kommenden Jahren fließen müssen, um die Kulturentwicklung im Kontext der städtischen Gesamtentwicklung sinnvoll, zielgerichtet und effizient voranzutreiben.

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In der Sitzung gab es eine kontroverse Diskussion dazu, ob Traunstein das Konzept braucht oder nicht. Für Aufregung sorgte Wolfgang Osenstätter (CSU), der findet, dass man Geld zum Fenster hinauswerden würde. Rund 130 000 Euro müsste die Stadt für ein entsprechendes Konzept ausgeben. Das hielt Osenstätter für zu viel – vor allem da gerade der Haushalt abgelehnt wurde und die Stadt eh sparen müsse. Er drohte damit, aus dem Stadtrat zurückzutreten, sollte dem Konzept zugestimmt werden.

Neben dem Kulturentwicklungskonzept befasste sich das Gremium auch mit einem Zuschuss für die Kulturfabrik NUTS für das Jahr 2018. Wie Stephan Hadulla (Grüne) betonte, mache das NUTS eine sehr gute Arbeit. Wer schon einmal dort war, würde wissen, dass alles sehr eng, sehr sauber, aber eben auch »schlicht und einfach« ist. Er fand, »dass jeder Euro sicher nötig ist« und sprach sich für einen Zuschuss von 65 000 Euro aus. Das Gremium beschloss schließlich mit 21 zu 2 Stimmen, dem NUTS einen Zuschuss von 60 000 Euro zu gewähren.


Uneinigkeit herrschte auch über einen Zuschussantrag des Kulturhauses Chiemgau. Einige Stadtratsmitglieder sprachen sich dafür aus, den Zuschuss zu gewähren und dem Kulturhaus eine »Anschubhilfe« zu geben. Am Ende wurde der Antrag mit 17 zu 7 Stimmen abgelehnt. jar

Einen ausführlichen Bericht über die Stadtratssitzung lesen Sie in der Samstagsausgabe.