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Kein Hundekontrolleur in Grassau

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Grassau – Verschiedene Wortmeldungen aus den Bürgerversammlungen Grassau und Rottau galt es in der jüngsten Marktgemeinderatssitzung zu behandeln. Die meisten Fragen konnte Bürgermeister Rudi Jantke bereits während der Versammlungen beantworten.


Dazu wären eine Satzung und eine neue Stelle notwendig

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In der Grassauer Versammlung regte Franz Pletschacher an, einen Hundekontrolleur einzustellen, der Hundehalter anhält, die die Hinterlassenschaften ihres Vierbeiners, besonders auf landwirtschaftlichen Flächen, liegen lassen. Ein derartiger Kontrolleur werde in Übersee eingesetzt. Laut Bürgermeister Rudi Jantke müsste hierzu eine Satzung erlassen werden. Zudem müsste jemand geringfügig beschäftigt werden.

Christian Buchner (AE) sprach sich für eine derartige Satzung aus, damit die Hundehalter verpflichtet werden, die Hundekottüten auch zu benützen. Verwaltungschef Robert Höpfner informierte, dass der Kontrolleur die Hundehalter anspricht und zu 90 Prozent auf Einsicht trifft. Alfred Körner (SPD) hält die Kontrollen für überzogen. Seiner Ansicht nach sollte darüber im Gemeindeblatt informiert und an die Hundehalter appelliert werden.

Tom Hagl (CSU) riet, unvernünftige Hundehalter anzusprechen. Da die Hunde ja registriert sind, könnten alle Hundebesitzer in freundlichem Ton angeschrieben und auf das Problem aufmerksam gemacht werden. Sepp Grießenböck fragte, ob der Überseer Hundekontrolleur auch in anderen Gemeinden aktiv werden könne.

Jantke berichtete, die Gemeinde stelle jedes Jahr zwei Hundetoiletten auf. Mittlerweile seien diese bereits an fast allen Gehwegen zu finden. Hier könne der Hundehalter kostenlos einen Hundekotbeutel mitnehmen und im Mülleimer entsorgen. Diese Serviceleistung werde gut angenommen. Von einer Satzung hielt Jantke hingegen wenig, da die Mittel zum Vollzug nicht gegeben seien.

Hans Genghammer (FW) meinte, dass vielmehr an Aufklärung und Aufrufen gearbeitet werden sollte. Auch sollten Bürger mit Zivilcourage die Hundehalter auf ihre Pflicht hinweisen, den Kot wegzuräumen.

Auf die Auswirkungen von Hundekot in landwirtschaftlichen Flächen ging Doris Noichl (CSU) ein. Über das Heu gelange der Kot mit vielen Bakterien ins Kuhfutter. Im schlimmsten Fall könne eine trächtige Kuh dadurch ihr Kalb verlieren und selbst verenden, erklärte sie. Für die Landwirtschaft sei Hundekot ein großes Risiko. Ihrer Ansicht nach sollten auch Hundebesitzer einander ansprechen. Dies wäre bedeutend wirksamer. Auch dürften ruhig die vielen Hundehalter gelobt werden, die ordnungsgemäß die Hinterlassenschaften mitnehmen.

Bauernverband soll Schilder entwerfen und aufstellen

Jantke meinte schließlich, dass der örtliche Bauernverband Schilder ausarbeiten könnte, auf welchen im freundlichen Ton an die Hundebesitzer appelliert werde. Dem Vorschlag schlossen sich die Räte an und stimmten zudem gegen einen Kontrolleur. Vielmehr soll in regelmäßigen Abständen an die Hundehalter appelliert und sollten weitere Hundetoiletten aufgestellt werden.

Mit welchen Unkrautvernichtungsmitteln Gehwege behandelt werden, frage von Franz Niederbichler. Laut Jantke wurde nach der Bürgerversammlung nicht mehr mit glyphosathaltigen Herbiziden gearbeitet. Stattdessen werde nun mit den Ökomodellgemeinden an einer Alternative gearbeitet. Eventuell könne gemeinsam ein Heißwassergerät angeschafft werden.

Zudem regte Niederbichler an, im Frühjahr Stiefmütterchen und keine Tulpen zu pflanzen. Der Gemeindegärtner werde von allen Seiten gelobt und sei sehr engagiert. Man sollte ihm auch weiterhin freie Hand bei der Gestaltung der Blumenrabatten lassen. Dem schlossen sich alle Räte an.

In der Rottauer Bürgerversammlung verwiesen Manfred Rätze und Mathias Hofmann darauf, dass eine Bebauung an der Adersbergstraße wie auch auf dem Grundstück zwischen Kapellenweg und der Straße »Am Bach« möglich gewesen wäre und das geprüft werden sollte. Nach einstimmigem Beschluss sei vorab zu klären, ob nach Vergabe der Grundstücke am Bauernschmiedweg weiterer Bedarf an Bauplätzen für Einheimische besteht. tb