weather-image
20°

Kein Glück mit den Anlegestegen

0.0
0.0

Chiemsee. Die Gemeinde hat offensichtlich kein Glück mit ihren Anlegestegen auf der Fraueninsel. Wegen des schlechten baulichen Zustandes ist jetzt auch der Südsteg auf dem Eiland gesperrt. Der neu gebaute öffentliche Weststeg ist immer noch eine »Baustelle«. Dagegen geht es mit der Bauleitplanung für die Fraueninsel voran.


Bürgermeister Georg Huber unterrichtete den Gemeinderat in der jüngsten Sitzung, dass der öffentliche Südsteg aufgrund des schlechten baulichen Zustandes durch den Bauhof bereits gesperrt worden sei. Er soll auch bis auf Weiteres gesperrt bleiben, legte das Gremium fest. Der Gemeinderat sprach sich für eine Sanierung, eventuell mit Schwimmstegelementen aus. Da für eine Erneuerung auch eine wasserrechtliche Genehmigung erforderlich sei, soll ein Planer die notwendigen Unterlagen ausarbeiten.

Anzeige

Huber berichtete anschließend über den Sachstand und das weitere Vorgehen beim öffentlichen Weststeg. Wie wiederholt berichtet, geht es dabei um die sachgemäße Verbindung der einzelnen Schwimmstegteile und der Übergangsbrücken. Der Bürgermeister erklärte, dass bei einer Besprechung mit der Anwaltskanzlei diese ihm geraten habe, baldmöglichst einen Sachverständigen zur Begutachtung und Beurteilung der Anlage einzuschalten. So sollen Lösungsvorschläge zur Beseitigung der Mängel erstellt werden.

Steganlage in Gstadt ist sanierungsbedürftig

Huber gab auch bekannt, dass in der Streitsache mit der Stegbaufirma der Gemeinde Rechtsschutz gewährt werde. Er erinnerte, dass seit Feststellung der Baumängel die Gemeinde keine weiteren Zahlungen an die Stegbaufirma geleistet habe.

Auch die gemeindliche Steganlage in Gstadt sei sanierungsbedürftig, gab Huber bekannt. So sei es nicht mehr damit getan, nur einzelne Stegbretter an den beiden Anlegestegen auszutauschen. Das Gremium kam überein, dass Angebote für neue Beläge für beide Stege eingeholt werden sollen. Die Vergabe der Leistungen soll in einer der nächsten Sitzungen erfolgen. Die Maßnahme soll ferner im nächsten Jahr ausgeführt und entsprechende Mittel im Haushalt 2013 dafür bereitgestellt werden.

Aber auch die Fertigstellung der energetischen Sanierung des Gemeindehauses macht der Gemeinde weiterhin Sorgen. Der Bürgermeister berichtete von der Einschaltung eines Bausachverständigen, der die Meinung vertrat, eine wasserabführende Drainageleitung könnte eventuell fehlerhaft ausgeführt worden sein. Es geht dabei immer noch um das Eindringen von Oberflächenwasser in den Keller.

Der Sachverständige war der Ansicht, dass der Einbau eines zusätzlichen Sickerschachtes südöstlich des Gemeindehauses Abhilfe bringen könnte. Dies wäre mit einem geringen Aufwand zu bewerkstelligen. Der Gemeinderat sah dies auch so und so soll die ausführende Firma zur Feststellung der Höhenlage die Drainage freilegen. Sollte sich dabei ergeben, dass der nachträgliche Einbau eines Sickerschachtes eine Verbesserung bringe, soll dieser gleich mit gebaut werden. th