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Kein Geld für Deutschkurse der Asylantenkinder

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Unterwössen. Sorgen um die in ihrer Gemeinde untergebrachten 14 schulpflichtigen Asylantenkinder machten sich die Gemeinderäte in Unterwössen in ihrer jüngsten Sitzung. Wie Bürgermeister Hans Haslreiter mitteilte, habe es das Schulamt abgelehnt, Geld für Deutschkurse der Kinder zur Verfügung zu stellen.


Die Lehrer seien zwar zu einem zusätzlichen Deutschunterricht bereit, müssten aber nach seinem Dafürhalten auch eine angemessene Entschädigung bekommen. Haslreiter: »Wir sind hier als Gemeinde total alleingelassen und können nicht alles über das Ehrenamt leisten.«

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Schulrat Klaus Biersack vom Staatlichen Schulamt Traunstein sagte gestern in einem Gespräch mit dem Traunsteienr Tagblatt, das Schulamt würde die Gemeinde gerne unterstützen. Das hänge aber davon ab, ob man von der Regierung von Oberbayern zusätzliche Unterrichtsstunden zugeteilt bekomme. Die Regierung könne das aber nur tun, wenn das Finanzministerium dafür das Geld freigebe. Die diesbezüglichen Anträge habe man selbstverständlich bereits gestellt. Nach seiner Einschätzung seien Verbesserungen nur erreichbar, wenn die Kommunen politisch druck machen.

Den Sonntagsverkauf für das neue Jahr 2014 hat der Gemeinderat in der Sitzung entsprechend den Vorjahren geregelt. Die Öffnungszeiten für alle Läden an den drei Markttagen mit überregionaler Bedeutung, nämlich am Ostermarkt (16. März), Kirtamarkt (19. Oktober) und Wössner Advent (23. November) ist von 11 bis 16 Uhr festgesetzt worden. Eingeschränkte Verkaufsstellen für Badeutensilien, Devotionalien, frische Früchte, alkoholfreie Getränke, Milch und Milcherzeugnisse, Süß- und Tabakwaren, Blumen, Zeitungen und Waren, die für den Ort kennzeichnend sind, dürfen an 40 Sonntagen im Jahr von 10 bis 18 Uhr geöffnet haben.

Grundsätzlich zugestimmt hat das Gremium dem Antrag des Burschenvereins Wössen auf Nutzung des ehemaligen Jugendraumes im Hallenbad. Der Raum soll dem Verein als Sitzungszimmer und Lager dienen. Eine Doppelnutzung, etwa noch als Probenraum für private Musiker, hielten sowohl Zweiter Bürgermeister Barthl Irlinger (Oberwössener Wählergemeinschaft) als auch Dr. Dieter Stein (Freie Wählergemeinschaft) für problematisch und deshalb für nicht durchführbar.

Nach dem Willen von Bürgermeister Hans Haslreiter sollen weitere Einzelheiten der Nutzung noch in einer abschließenden Vereinbarung mit dem Burschenverein geregelt werden. bvd