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Kein Flüchtlingslager am Standortübungsplatz

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Die Einfahrt zum Standortübungsplatz Kammer. Pläne, hier ein, egal wie geartetes, Lager für Flüchtlinge einzurichten, wurden nach Auskunft von Landrat Siegfried Walch verworfen, weil Experten des Technischen Hilfswerks das Areal als nicht geeignet bewertet haben.

Traunstein – In Traunstein macht das Gerücht die Runde, dass auf dem Standortübungsplatz der Bundeswehr ein Flüchtlingslager geplant sei. »Wir wissen nichts von solchen Planungen«, betonte Landrat Siegfried Walch auf Anfrage.


Er könne sich das Gerücht aber schon erklären: Anfang September habe die Bundesregierung alle ihre Liegenschaften überprüft, um festzustellen, welche unter Umständen für die Aufnahme von Flüchtlingen geeignet sein könnten. In diesem Zusammenhang habe es auch einen Ortstermin auf dem Standortübungsplatz in Kammer gegeben.

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Teilnehmer waren dabei, neben anderen, Mitarbeiter des Technischen Hilfswerks (THW), die aber sofort abgewunken hätten. Das Gelände eigne sich überhaupt nicht für eine, egal wie geartete, Flüchtlingseinrichtung, hatte es damals geheißen. Seitdem sei das Thema vom Tisch und man habe im Landratsamt auch nichts mehr in dieser Angelegenheit gehört.

Einige Bürger, vor allem aus den unmittelbar an den Bundeswehrübungsplatz angrenzenden Orten Kammer und Rettenbach, wollen erfahren haben, dass die geplante Einrichtung für bis zu 5000 Asylsuchende gedacht sei. Geschürt wurde das Gerücht durch Angaben eines Unternehmers, bei ihm sei eine Anfrage eingegangen, ob er ein Angebot für Arbeiten an dem angeblich geplanten Lager abgeben wolle. Der Bund habe damals bei den verschiedensten Stellen angefragt, so Walch. Die Erstaufnahmeeinrichtung, für die ein geeigneter Platz gesucht wurde, sei inzwischen im Fliegerhorst Erding eingerichtet worden. K.O.