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Kein Bauland in Limberg

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Taching am See – Keine Zustimmung fand im Tachinger Gemeinderat nach längerer Debatte ein Antrag, auf einem Grundstück in Limberg Baurecht für ein Einfamilienhaus zu schaffen. Man wolle in diesem Ortsteil keine weiteren Bezugsfälle schaffen, lautete die Begründung.


Wie mehrfach berichtet, hat der Gemeinderat entschieden, für Limberg eine Innenbereichssatzung zu erlassen. Das heißt: Lediglich bei Baulücken wird ein Baurecht ausgewiesen – wenn dem keine öffentlichen Belange, wie beispielsweise der Immissionsschutz, entgegenstehen. Mit diesem Schritt will man die weitere bauliche Entwicklung in dem Ortsteil aufhalten. »Bei der beantragten Ausweisung eines Baugrundstücks handelt es sich nicht mehr um eine Lücke innerhalb der zusammenhängenden Bebauung«, informierte Bauamtsleiterin Sabine Kraller.

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Sie verwies diesbezüglich auf den Beschluss des Kommunalparlaments vom November 2015, einem anderen Bauwerber die Ausweisung einer Baulücke innerhalb der im Zusammenhang bebauten Fläche trotz immissionsschutzrechtlicher Bedenken zu genehmigen. Der Bauwerber wollte ursprünglich Richtung Süden bauen. Diesem Vorhaben versagte der Gemeinderat allerdings die Zustimmung, um die Gesamtentwicklung in Limberg im Auge zu behalten und keine Präzedenzfälle zu schaffen.

Die Ratsmitglieder konnten sich zunächst nicht darauf einigen, ob sie die Eingabe zunächst zurückstellen oder gleich ablehnen. »Wir machen ein Fass auf, das wir eigentlich schon geschlossen hatten«, bekräftigte die Bürgermeisterin. Zurückstellen stelle zwar die bequemere Lösung dar, berücksichtige jedoch nicht die ortsplanerischen Aspekte. »Wir würden damit anderen Bauwilligen Hoffnung machen«, gab Haas zu bedenken. Dieser Argumentation schloss sich auch die Mehrheit des Gemeinderats an; zumal sich auch die Limberger im Vorfeld bereits gegen eine weitere bauliche Entwicklung ihres Ortsteils ausgesprochen hatten.

Einmütigkeit herrschte im Gemeinderat bezüglich der Kostenüberschreitung von rund 24 000 Euro beim Straßenleichtausbau. Eigentlich war man von einem Haushaltsansatz von 250 000 Euro für die Instandsetzung der Straßenabschnitte Egart, Tengling-Burg, Bromberg-Schönhofen, Limberg, Krautenbach sowie der Zufahrt Mitterweg in Tengling ausgegangen. Inzwischen hat sich bei einem Ortstermin herausgestellt, dass auch der südliche Bereich von Limberg einer Sanierung bedarf. Zusätzlich befindet sich in diesem Bereich ein Regenwasserkanal, der erneuert werden muss. »Die überplanmäßige Ausgabe stellt uns aufgrund der guten Finanzsituation aber vor keinerlei Probleme«, gab Ursula Haas Entwarnung. Die Maßnahmen werden heuer umgesetzt. mia