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Kein Aprilscherz: Der Georgiritt ist am 1. April

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Auch wenn es in diesem Jahr der 1. April ist: Der Georgiritt findet wieder am Ostermontag in Traunstein statt. (Foto: Archiv/Buthke)

Traunstein. Es ist kein Aprilscherz, aber der Georgiritt findet heuer am 1. April statt, wie immer am Ostermontag. Auf die Frage des Vorsitzenden Albert Schmied »Führn ma an Ritt heuer wieder durch?« gab es wie zu erwarten keine Gegenstimme, zumal Oberbürgermeister Manfred Kösterke etwaigen Abweichlern zuvor scherzhaft gedroht hatte. »Trauts Euch ja nicht!«


Der Georgiritt sei als schönster und wichtigster Festtag das Ereignis in der Stadt und im Chiemgau, betonte Kösterke. Man habe eine gute Gemeinschaft in Traunstein, die über verschiedene Verbände hinaus gehe und damit der Zusammenschluss des Chiemgaus sei. »Jede Gemeinde, die wir beim Rittbitten besuchen, wartet schon darauf, dass wir kommen«, sagte das Stadtoberhaupt. Schmied versprach: »Wir tun alles dafür, dass es wieder ein schöner Festtag wird.«

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Rückblick auf Ausstellung zum 120-jährigen Bestehen

In seinem Rückblick machte der Vorsitzende die anspruchsvolle Ausstellung in der »Alten Wache« des Rathauses anlässlich des 120-jährigen Bestehens des Vereins aufmerksam. Dabei lobte er vor allem Peter Graspeuntner und Sigi Vetter, die die Ausstellung gemacht hatten. Ferner sprach er das Nachwuchsproblem an, mit dem fast jeder Verein zu kämpfen habe. »Nachwuchs ist für uns und die Region wichtig, um das alte Kulturgut Georgiritt erhalten zu können«, unterstrich Schmied.

Die Maßnahmen bezüglich der sauberen Kleidung während des Umzugs hätten sich im vergangenen Jahr bewährt. »Die Kleiderdisziplin ist besser geworden«, erklärte er. Heuer werde man verstärkt darauf hinweisen und achten, dass sie auch von den Pferdeführern eingehalten werde.

Über 50 Jahre hätten Karl und Raimund Fischer vom Musikhaus Fackler beim Schwertertanz die Lautsprecheranlage aufgebaut und bedient. Nachdem sie im vergangenen Jahr ihren Rückzug erklärt hätten, habe das Musikhaus dem Verein eine komplett neue Lautsprecheranlage geschenkt. Peter Schillinger habe sich bereit erklärt, sich künftig darum zu kümmern, so Schmied.

Weitere Einzelheiten über das abgelaufene Vereinsjahr berichtete Schriftführer Ernst Rachl. So haben über 500 Georgiritter an den Rittbitten in den Landgemeinden teilgenommen. Beim Georgiritt waren 397 Pferde dabei. Der Georgiverein selbst nahm an sechs Umritten in der Region teil. Der Verein zählt 569 Mitglieder.

Deutliches Plus in der Kasse erwirtschaftet

Über ein deutliches Plus in der Vereinskasse freute sich Kassier Peter Graspeuntner. »Damit ist das Defizit von 2011 mehr als ausgeglichen«, sagte er. Gründe für das gute Ergebnis seien die Beitragserhöhung und der gute Festzeichenverkauf gewesen. Damit sei auch der Ritt 2013 finanziell gesichert. Graspeuntner bat wiederum, dass sich interessierte Zeichenverkäufer in seinem Trachtengeschäft am Stadtplatz melden sollen. »Wir brauchen sie dringend«, so der Kassier. Schmied stellte fest, dass der Ritt viele Ausgaben verursache, die erwirtschaftet werden müssten. »Wir versuchen deshalb, die Kosten durch ehrenamtliches Engagement so gering wie möglich zu halten.«

Schließlich meldete sich Gretl Pröbstl zu Wort und bat wiederum um zahlreiche Kuchenspenden für das »Café St. Oswald« im Rathaus. Das Café werde heuer bereits zum 15.   Mal geöffnet, sagte sie. Der Reinerlös aus dem Cafébetrieb kommt wiederum der Vereinsarbeit zugute. Bjr