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»Kein abstrakter Gedenktag«

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An der Kriegergedächtniskapelle in Ruhpolding fand auch in diesem Jahr wieder die Gedenkfeier statt. (Foto: Burghartswieser)

Ruhpolding. Auch heuer gedachte die Gemeinde Ruhpolding am Volkstrauertag der Gefallenen und Vermissten der Kriege sowie der Opfer der Gewaltherrschaft und der Vertreibung. Von der Ortsmitte aus zog ein langer Kirchenzug mit vielen Ortsvereinen und deren Fahnenabordnungen, musikalisch begleitet von der Trachtenkapelle der »Miesenbacher«, zur Pfarrkirche St. Georg.


Den Gedenkgottesdienst zelebrierte Pfarrer Otto Stangl und die musikalische Gestaltung übernahm ebenfalls die Blaskapelle. Mit am Altar stand auch sein evangelischer Amtskollege Thomas Schmeckenbecher. In seiner Predigt hob der katholische Ortspfarrer die Lebensgeschichte des oberösterreichischen Landwirts Franz Jägerstetter hervor, der dem damaligen Unrechtsregime eine klare Absage erteilte und dafür hingerichtet wurde.

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Der neue Kompaniechef der fünften Kompanie des Gebirgsjägerbataillons 231 aus Bad Reichenhall, Hauptmann Marc Füger, stellte in seiner Ansprache fest: »Für uns Soldaten ist dieser Volkstrauertag also kein abstrakter Gedenktag, wir gedenken neben den Opfern der Weltkriege und den Opfern der staatlichen Gewalt auch unserer gefallenen Kameraden.«

Am Kriegerdenkmal, an dem die Kränze des Bundesverteidigungsministers, der Gemeinde Ruhpolding, der Krieger- und Soldatenkameradschaft und des VdK-Ortsverbandes niedergelegt wurden, fand dann das Totengedenken mit Pfarrer Thomas Schmeckenbecher statt. Bürgermeister Claus Pichler betonte, dass der Volkstrauertag eine staatliche und somit auch kommunale Verpflichtung gegen das Vergessen der vielen Opfer der Kriege und der Gewalt sei. Mit einem Ehrensalut und dem »Lied vom guten Kameraden« endete die Feierstunde. hab

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