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Kegel: »Die Truna ist ein Markenzeichen«

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Schnitten das blaue Eröffnungsband durch (von links): Angela Huber, Geschäftsführerin von »Traunstein erleben«, Oberbürgermeister Christian Kegel, Festredner und Bundestagsabgeordneter Peter Ramsauer, Landrat Siegfried Walch, Christian Hümmer, Stadtreferent für Wirtschaft und Bauen, und Florian Binder vom Gewerbeverband Traunstein und Umgebung.

Traunstein – Mit dem symbolischen Durchschneiden eines blauen Bandes ist die Traunsteiner Gewerbeschau Truna gestern eröffnet worden. Fünf Tage lang präsentieren sich über 200 Aussteller bei der 19. Auflage der Regionalmesse auf dem Festplatz an der Siegsdorfer Straße. Die Eröffnungsredner brachen allesamt eine Lanze für die heimische Wirtschaft, vor allem für den Mittelstand.


Vor allem der Festredner, der heimische CSU-Bundestagsabgeordnete Peter Ramsauer, hob die große Bedeutung des Mittelstands hervor. »Die mittelständischen Unternehmen machen die deutsche Wirtschaft aus«, betonte der einstige Bundesverkehrsminister und unterstrich, dass der Mittelstand ein »deutsches Unikum« sei. Als dessen Kern bezeichnete er die familiengeführten Unternehmen.

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In anderen Ländern, so Ramsauer, würden sie immer wieder von ihm wissen wollen, wie man einen Mittelstand »einführen« könne. »Nirgendwo auf der Welt gibt es eine vergleichbare, über viele Jahrhunderte gewachsene Unternehmensstruktur wie hier bei uns«, führte der Abgeordnete aus. Das Wort »Mittelstand« hätte es darum verdient, etwa wie »Rucksack«, »Kindergarten« und »Energiewende« unübersetzt in andere Sprachen übernommen zu werden. Die Truna nannte Ramsauer »eine echte Leistungsschau dessen, was unsere Region zu bieten hat«.

Auch auf aktuelle Themen ging Ramsauer ein. Zum anhaltenden Asylstrom meinte der Festredner etwa: »Ich kann das Wort Willkommenskultur nicht mehr hören.« Das Wort würde vorgaukeln, dass es kein Asylrecht mehr gebe. »Aber wir sind keine verkommene Bananenrepublik. Recht muss Recht bleiben«, führte der Traunwalchner weiter aus, betonte aber, dass »natürlich willkommen ist, wer wirklich verfolgt wird«. Auch mit Blick auf den VW-Abgas-Skandal fand Ramsauer klare Worte: »Ich wehre mich mit Händen und Füßen, dass wegen dieses einen Falles die gesamte deutsche Wirtschaft unter Pauschalverdacht gerät.«

»Schaufenster unserer leistungsstarken Wirtschaft«

Der Traunsteiner Oberbürgermeister Christian Kegel bezeichnete die Truna als »Markenzeichen – nicht nur für Traunstein, sondern für die ganze Region«. Und er betonte auch deren große Bedeutung: »Wir brauchen dieses Schaufenster unserer leistungsstarken Wirtschaft.« Darum lobte er vor allem das Engagement der »Traunstein erleben GmbH«, die heuer erstmals als Veranstalter auftritt – mit Unterstützung des ideellen Trägers und vormaligen Veranstalters, dem Gewerbeverband Traunstein und Umgebung. Namentlich hob Kegel dabei vor allem »Traunstein erleben«-Geschäftsführerin Angela Huber, Werbegemeinschaftsvorsitzenden Thomas Miller und Alois Schneider, den Mann, der mit seiner Orion-Messegesellschaft die Truna bis 2013 veranstaltet hatte und nach wie vor als Mitorganisator mit im Boot ist, hervor.

Landrat Siegfried Walch betonte, dass die Truna ein Spielgen der wirtschaftlichen Vielfalt der Region sei. »Die Truna zeigt, dass die Region Heimat mit Hightech verbindet«, so Walch. Die große Zahl an Ausstellern sei ein Beleg dafür, wie groß das Interesse der Betriebe an der Gewerbeschau nach wie sei. »Die Aussteller zeigen, was der Chiemgau kann«, betonte der Landrat. Auch Walch hob die große Bedeutung des Mittelstands hervor, bezeichnete ihn als Rückgrat der deutschen Wirtschaft. Im »Kampf um die Köpfe der jungen Leute« sei es wichtig zu signalisieren, »dass wir eine starke Wirtschaftsregion sind«. »Ich hör' immer: 'Wennst wos wern mechst, dann musst nach München geh'. Nix da, es muss heißen: »Wennst wos wern mechst, dann musst in den Chiemgau geh'«, betonte Walch.

»Truna funktioniert nach über 35 Jahren immer noch«

Marco Altinger, Präsident des Bunds der Selbständigen in Bayern, freute sich, dass die Truna nach über 35 Jahren immer noch funktioniert. »Ich kenne andere Messen, die immer kleiner geworden sind. Aber die Truna ist voller Schlagkraft und Tatkraft.«

Christian Eberl, der Vorsitzende des Gewerbeverbands Traunstein und Umgebung, moderierte die Eröffnungsfeier. Er begrüßte unter anderem auch die Bayerische Honigkönigin Sabrina I. sowie eine Delegation aus dem chinesischen Hangzhou, die auf Einladung des Landkreises Traunstein an der Truna teilnimmt.

Unter den Klängen der Rupertiwinkler Jagdhornbläser hatten zuvor der Traunsteiner Oberbürgermeister Christian Kegel, Landrat Siegfried Walch, Festredner und Bundestagsabgeordneter Peter Ramsauer, Angela Huber, die Geschäftsführerin von »Traunstein erleben«, Florian Binder, Zweiter Vorsitzender des Gewerbeverbands Traunstein und Umgebung, sowie Christian Hümmer, Referent der Stadt Traunstein für Wirtschaft und Bauen, gemeinsam das Eröffnungsband durchschnitten und damit offiziell den Startschuss für die 19. Truna gegeben.

Die Traunsteiner Gewerbeschau auf dem Festplatz an der Siegsdorfer Straße ist noch bis Sonntag geöffnet, täglich von 10 bis 18 Uhr. Einige Höhepunkte sind die Landwirtschaftsausstellung in der Chiemgau-Halle, die Hochzeitsausstellung in Halle 10 und die Jagd- und Fischereiausstellung in Halle 12. san