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Kaum Anfragen bei der Pettinger Bürgerversammlung

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Petting. Die Gemeinde Petting steht finanziell hervorragend da. Das war den Berichten von Bürgermeister Karl Lanzinger und Kämmerer Reinhard Melz in der gut besuchten Bürgerversammlung zu entnehmen. Man habe keine Schulden und rund drei Millionen Euro auf der hohen Kante. Die Bürger sind mit der Gemeinde offenbar zufrieden, denn bei der Versammlung gab es kaum Anfragen.


Rudi Rehrl aus Schönram wollte wissen, warum der Kellerhausweg in Schönram ein Kiesweg bleibt. Außerdem beklagte er, dass die Gemeinde sein Angebot aus der letztjährigen Bürgerversammlung, sich ehrenamtlich um das Beschildern der Wanderwege zu kümmern, nicht angenommen habe.

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Neben dem Kellerhausweg werde die Firma E.on im Frühjahr eine Leitung bis zum Trafohaus verlegen. Danach werde man sich die Situation anschauen und entscheiden, berichtete der Bürgermeister.

Kindergartengebühren sinken um 60 Euro monatlich

Im Mittelpunkt der Versammlung stand der Bericht von Bürgermeister Karl Lanzinger. Er ging unter anderem auf die Situation in Kindergarten und Schule ein. Den Pettinger Kindergarten besuchen derzeit 78 Kinder. Heuer wurden nach behördlichen Vorgaben Verbesserungen beim Brandschutz und bei den Fluchtwegen erledigt. Ab diesem Jahr wurden die Beiträge dank eines Staatszuschusses für Vorschulkinder um 60 Euro monatlich gesenkt. Nach wie vor hat man in Petting landkreisweit die niedrigsten Gebühren. Das Defizit für den Kindergarten beträgt knapp 20 000 Euro.

Die Grundschule besuchen 90 Kinder. 51 Kinder kommen mit dem Bus zur Schule und 69 Kinder besuchen die Mittelschule in Waging. Für sie zahlt die Gemeinde über 120 000 Euro Schulumlage nach Waging. Seit einigen Jahren erhalten Eltern bei der Einschulung ihres Kindes einen einmaligen Zuschuss von 50 Euro und bei der Geburt 100 Euro.

Für die Jugend steht im Keller des alten Rathauses ein Jugendraum zur Verfügung, den sich die Jugendlichen weitgehend frei einrichten können. Der Raum ist öffentlich und für alle zugänglich. Interessierte wenden sich am besten an die Jugendreferenten, die Gemeinderäte Johannes Putzhammer und Ludwig Prechtl oder an die Gemeindeverwaltung.

Nachdem im vergangenen Jahr die Siedlung Mühlwiesenweg erweitert wurde, war heuer Schönram dran. Es wurden zehn Baugrundstücke ausgewiesen und auch gleich vergeben. Der notarielle Verkauf der Grundstücke wird noch heuer stattfinden. Die Kosten für Grunderwerb, die komplette Straßen-, Wasser- und Kanalerschließung belaufen sich auf etwa 350 000 Euro. Derzeit ist die Erschließung in vollem Gang.

Nach dem Bericht des Bürgermeisters sehen die Übernachtungszahlen nach drei eher miesen Jahren wieder besser aus. Bis zum 31. Oktober konnten über 23 000 Übernachtungen verbucht werden. Im Vorjahr waren es zu dieser Zeit um 3000 weniger.

Wasserqualität des Sees wieder Thema

Immer wieder ein Thema in Pettinger Bürgerversammlungen ist die Wasserqualität des Waginger Sees. Durch den immer noch zu hohen Phosphoreintrag in den See dürften die Anforderungen der Wasserrahmenrichtlinie der EU bis 2015 nicht erreicht werden, betonte der Bürgermeister. Die Seegemeinden haben dazu ein sogenanntes »Seenbündnis« gegründet und inzwischen die Anordnung eines Flurbereinigungsverfahrens erreicht.

Seit vielen Jahren ist die Gemeinde bemüht, den Radwegebau in Aich voranzubringen. Für Petting handelt es sich dabei um die Verbindung von Gröben bis nach Kraxennest. Von dort baut der Landkreis weiter bis Rückstetten. Inzwischen ist der Radweg asphaltiert, die Ränder sind wieder hergestellt und Bushaltebuchten erneuert. Für die Lücke in der Mitte des Radweges kann man jetzt einen günstig gelegenen Tauschgrund anbieten.

Die Vorschläge der Gemeinde zur Lösung der prekären Straßensituation in Putzham nahmen die Beteiligten leider nicht an. Sollte es dabei bleiben, bleibt der Gemeinde nur der Rechtsweg. Weitere Themen waren der Friedhof, der Ausbau des Breitbandnetzes und das Haus der Vereine. ng

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