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Katastrophen-Übung der Feuerwehren am Traunsteiner Festplatz

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Foto: FDLnews/Benje

Traunstein – Ein zunächst normaler Übungseinsatz wurde für die Feuerwehren aus Traunstein, Stein an der Traun, Kammer und Surberg zur Herausforderung. Geprobt wurde ein Ernstfall mit Gefahrstoffaustritt aus einem Lkw am Festplatz in Traunstein.

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Um die Zusammenarbeit mit dem vom Bund zur Verfügung gestellten Katastrophenschutzfahrzeug "Dekon P", das bei der Feuerwehr in Stein an der Traun stationiert ist, zu intensivieren, fand am Montagabend eine von der Freiwilligen Feuerwehr in Traunstein organisierte Einsatzübung am Festplatz statt.

Angenommen wurde ein ausländischer Laster, der am Festplatz in Traunstein anhielt, nachdem der Beifahrer austretende Flüssigkeit an der Ladefläche bemerkte. Das unzulässigerweise transportierte Gefahrengut war am Laster auch nicht deklariert. Der Beifahrer, der nach dem Öffnen der Ladebordwand die Ladefläche betrat, wurde sofort ohnmächtig. Ein aufmerksamer Autofahrer stellte den austretenden Rauch am Laster fest und verständigte schließlich die Feuerwehr.

Zunächst rückte ein Löschzug der Traunsteiner Wehr zum Einsatzort an. Da den Feuerwehrkräften nicht bekannt war, was der Lkw geladen hatte und der Fahrer die Einsatzkräfte auf den bewusstlosen Beifahrer auf der Ladefläche aufmerksam machte, stellte man die Feuerwehrfahrzeuge in einem sicheren Abstand zum Einsatzort auf. Um sich selbst keiner Gefährdung auszusetzten, mussten speziell ausgebildete Feuerwehrler Chemieschutzanzüge anziehen, um in die Nähe des Lasters zu gelangen. Erstes Ziel war, den bewusstlosen Beifahrer aus der Gefahrenzone zu bergen. Dies gelang sehr zügig.

Während der Rettungseinsatz im vollen Gange war, wurden von der Einsatzleitung weitere Kräfte nachgefordert. Auch der besagte "Dekon P" der Steiner Wehr sowie der Messzug Süd der Traunsteiner Feuerwehr. Während die zusätzlichen Kräfte anrückten, wurde ein Träger der CSA-Schutzausrüstung beim Kontrollieren des undichten Fasses auf der Ladefläche ohnmächtig. Spätestens jetzt war jedem der 51 teilnehmenden Einsatzkräfte der Ernst der Lage bewusst.

Weitere ausgebildete CSA-Träger wurden mit Chemieschutzanzügen ausgestattet, während die Steiner Wehr die komplette Ausrüstung zur Dekontamination aufbaute. Die Dekontamination kann für alle Einsatzkräfte sowie andere Personen, die mit einem Gefahrenstoff in Verbindung kommen, überlebenswichtig werden. Geschulte Feuerwehrkräfte übernehmen dazu die Reinigung der Kleidung und Schutzanzüge, die sich im Gefahrenbereich befunden haben.

Als der verunglückte Kamerad geborgen war, das Fass abgedichtet und der austretende Gefahrenstoff gebunden war, konnte nach knapp zwei Stunden die Übung für erfolgreich beendet erklärt werden. Man sollte den Feuerwehrkräften mit höchstem Respekt gegenübertreten, wenn man sieht, mit welcher Leidenschaft und Professionalität sie in ihrer Freizeit diese ehrenamtlichen Aufgaben übernehmen. red/ FDL/Benje

 

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