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Kapellen-Radweg feierlich eingeweiht

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Nach der Einweihungsfeier in der Loretokirche Marwang fuhren die Teilnehmer ein Teilstück des neuen Kapellen-Radweges bis Erlstätt mit dem Fahrrad ab. (Foto: Müller)

Grabenstätt – Er führt an 32 Kirchen, Kapellen, Wegkreuzen und Martlern vorbei, umfasst zirka 30 Kilometer und berührt auch Gebiete der Stadt Traunstein sowie der Gemeinden Bergen und Vachendorf – der Kapellen-Radweg, der in der Loretokirche Marwang feierlich eingeweiht wurde. »Es ist dem ehrenamtlichen Engagement von Kurt Luft und Josef König vom örtlichen Agenda-Arbeitskreis 'Verkehr, Energie, Ortsbild' sowie engagierten Mitarbeitern in der Gemeinde zu verdanken, dass dieser Radweg verwirklicht werden konnte«, lobte Bürgermeister Georg Schützinger. Er sei stolz auf den Weg, auch die Radfahrer würden begeistert sein.


Die Weihe nahm Pater Augustin Butacu vor. »Schön, dass man für die Einweihung des Weges die Loretokirche gewählt hat, denn bei Gott finden wir Abkühlung, finden wir Ruhe, nach einer schönen Radltour auf dem Kapellenweg«, betonte er. Mitinitiator Kurt Luft vom Agenda-Arbeitskreis ließ die Entstehungsgeschichte des Radwegs Revue passieren. Bei der Beschilderung der Wanderwege in Grabenstätt durch den Agenda-Arbeitskreis, die einige Jahre in Anspruch genommen habe, sei man auch immer wieder an diversen Wegkreuzen, Marterln, Bildstöcken, Kapellen und Kirchen vorbeigekommen. Und so sei mit der Zeit die Idee gereift, einen Kapellen-Radweg auszuschildern – auch mit dem Hintergedanken, die Menschen für den Erhalt dieser einmaligen Kulturdenkmäler zu sensibilisieren, erinnerte Luft.

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In mühevoller Kleinarbeit habe man zu den Denkmälern Informationen gesammelt und trotz einiger Rückschläge immer weiter recherchiert. Die Beschilderung habe sich verzögert, da das neue übergeordnete Radwegekonzept Chiemgau erstellt worden sei und es noch einiger Abstimmungen bedurfte, so Luft. Besonders lobte er seinen Mitstreiter vom Agenda-Arbeitskreis, Josef König, aber auch die Gemeinde und den Abwasser- und Umweltverband Chiemsee für die stetige Ermunterung und Hilfe.

König erinnerte an viele Gespräche mit Eigentümern der Denkmäler. Man werde versuchen, noch mehr in Erfahrung zu bringen. König zufolge führe der Kapellen-Radweg vorbei an fünf Kirchen – der Grabenstätter Pfarrkirche St. Maximilian, der Johanneskirche, der Loretokirche Marwang, der Erlstätter Pfarrkirche St. Peter und Paul im Thale, an der Filialkirche St. Margaretha in Einharting – sowie an zwölf Kapellen und 15 Marterln, Wegkreuzen und Bildstöcken. Bei der Beschilderung seien auch vier barrierefreie Wanderwege ausgewiesen worden. Ein Sonderlob verteilte König an die Bauhöfe der Gemeinden Grabenstätt, Bergen, Vachendorf und Traunstein.

Neben den Initiatoren Luft und König würdigte Schützinger auch den Gemeinderat, der die Bereitstellung entsprechender finanzieller Mittel ermöglicht hatte, sowie bei Gerhard Märkl und dem Team von der Chiemsee-Agenda, die für die neue Grabenstätter Wanderbroschüre großartige Arbeit geleistet hätten. Nachdem Pater Augustin den Segen erteilt hatte, fuhr man eine Teilstrecke des Kapellen-Radwegs mit dem Fahrrad ab. Von Marwang ging es über Brodeich, wo man die wunderschöne Kapelle besichtigen konnte, und Tettenmoos nach Erlstätt. Dort klang die gelungene Veranstaltung bei einer Brotzeit aus. mmü