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Kapelle als Dankeschön für 17 Kinder

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Die Josefs-Kapelle in Unterwendling ist 1909 gebaut worden, angeblich weil sich die Familie Michael Maier beim Herrgott für ihre 17 Kinder bedanken wollte. (Foto: H. Eder)

Wonneberg. Völlig überrascht war das Kindergottesdienstteam der Pfarrgemeinden St. Leonhard und Otting, als sich zur Kapellen-Radlwallfahrt fast 60 Kinder und Erwachsene am Dorfplatz in St. Leonhard einfanden.


Unter Führung von Gemeindereferent Martin Riedl ging es mit den »Drahteseln« zunächst zur Hubertus-Kapelle nach Plattenberg. Hier erzählte Ursula Riedl die Legende vom heiligen Hubert und berichtete, dass Erbauer Konrad Fenninger, selbst Jäger, dem Heiligen für die erfolgreichen und unfallfreien Jagden eine Kapelle gebaut habe.

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Weiter fuhren die Radler zur Plattenberger Dorfkapelle. Sie ist der Mutter Gottes geweiht, genauer der Schwarzen Madonna. In der Kapelle sind, wie Geli Poller wusste, auch die Sterbebilder vieler verstorbener Plattenberger angebracht. In Richtung Unterwendling kam die bunte Schar an der neuesten Kapelle im Wonneberger Gemeindegebiet vorbei. Die aus Holz gefertigte Kapelle ist ein Gemeinschaftswerk und dem heiligen Wolfgang gewidmet, der als Patron bei vielen Körperleiden wie zum Beispiel Lähmungen oder Gicht angerufen wird. Herbert Mühlbacher hat, aufgrund seiner wiedergewonnenen Genesung, den Bau der Kapelle initiiert und mit einer Gruppe von Freunden realisiert.

Nicht einmal einen Steinwurf entfernt liegt die Josefs-Kapelle in Unterwendling. Lisa Mühlbacher berichtete, dass die 1909 geplante Kapelle gebaut wurde, weil sich die Familie Michael Maier für ihre 17 Kinder bedanken wollte – das versetzte die Radler ins Staunen. Eigentlich wollten sie noch weitere Kapellen anschauen, aber aufgrund der fortgeschrittenen Zeit wurde beschlossen, im nächsten Jahr die anderen Kapellen »abzuradeln«. he