weather-image
14°

Kanufahrer gekentert

0.0
0.0

Gstadt – Zwei Kanufahrer kenterten am zweiten Weihnachtsfeiertag auf dem Chiemsee. Sie erlitten Unterkühlungen und wurden ins Priener Krankenhaus eingeliefert.


Nach Angaben der Polizei befuhr gegen 12.15 Uhr eine Gruppe von vier Personen (drei Erwachsene, ein Kind), verteilt auf zwei Kajaks und einen Kanadier (Kanu), den Chiemsee zwischen Gstadt und Fraueninsel. Sie wollten Hafenanlage an der Westseite der Fraueninsel.

Anzeige

Die Boote befanden sich etwa auf halber Strecke zwischen Gstadt und Fraueninsel, als der Kanadier, in dem sich ein 26-Jähriger aus Alling und eine 29-Jährige aus Erlangen befanden, kenterte. Die beiden Freizeitsportler trieben nun im etwa 6 Grad kalten Wasser und hielten sich am kieloben treibenden Kanadier fest. Schwimmwesten hatten sie zwar im Boot mitgeführt, diese jedoch nicht angelegt!

Die beiden Kajakfahrer kamen den beiden sofort zu Hilfe. Die Verunglückten hielten sich nun am Kajak des 41-jährigen Bad Endorfers fest und dieser paddelte mit schwimmender Unterstützung der Gekenterten in Richtung Hafenanlage Gstadt. Der elfjährige Sohn des Bad Endorfers fuhr voraus, um Hilfe zu rufen.

Die Notsituation war inzwischen von mehreren Personen von Gstadt aus erkannt worden, die ihrerseits umgehend die Rettungsleitstelle alarmierten.

Ein Gstadter und seine Tochter nahmen sich ein am Ufer liegendes Fischerboot, ruderten zu den Verunglückten, nahmen diese auf und brachten sie an Land. Die alarmierten Wasserrettungskräfte brauchten nicht mehr tätig eingreifen.

Die Gekenterten wurden auf Grund ihrer starken Unterkühlungen zunächst im Krankenwagen erstversorgt und anschließend nach Prien ins Krankenhaus gebracht; sie waren mindestens 15 Minuten im eiskalten Wasser. Unfallursächlich dürfte nach Angaben der Gekenterten, die inzwischen wieder einigermaßen wohlauf sind, ihre Unerfahrenheit im Umgang mit dem Kanadier gewesen sein. fb

Mehr aus der Stadt Traunstein