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Kaninchen-Kreisschau lockte 600 Besucher an

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Die Kaninchen bei ihren Sprüngen zu sehen, war ein Vergnügen – nicht immer klappte es, aber wenn sie erst einmal in Fahrt waren, konnte man sie kaum mehr bremsen. (Foto: H. Eder)

Waging am See. Rund 430 Kaninchen verschiedenster Rassen, Größen und Farben, große und kleine, kurz- und langhaarige, haben sich in der alten Turnhalle in Waging am See ein Stelldichein gegeben: Die Kreisschau, die wieder vom Kaninchenzuchtverein B 109 Waging am See veranstaltet worden ist, stieß auf reges Interesse: An den beiden Tagen kamen über 600 Zuschauer. So ist es kein Wunder, dass Vorsitzender Benno Weidenspointner vollauf zufrieden war.


Bei den Jungzüchtern siegte Siegsdorf

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Die Tiere stammen von gut 60 Züchtern aus den Landkreisen Traunstein und Berchtesgadener Land, die im Kreisverein Traunstein zusammengeschlossen sind. Sie wurden von Preisrichtern des Landesverbandes bewertet. Dabei gab es Punkte für Kriterien wie Gewicht, Kopf- und Körperform, Fell und Rassemerkmale. Die meisten Kaninchen erreichten um die 96 und mehr Punkte von möglichen 100.

Beim Züchterabend im Kurhaus stand die Siegerehrung auf dem Programm. Platz 1 bei den Altzüchtern erreichte der Kaninchenzuchtverein B 111 Petting mit 1930 Punkten, Platz  2 der B 109 Waging (1926,5) und Platz 3 der B 103 Freilassing (1924). Bei den Jungzüchtern holte der Kaninchenzuchtverein BJ 104 Siegsdorf Platz 1 mit 964 Punkten vor Freilassing mit 955,5 Punkten. Die Preise, blaue Glaswürfel mit dem Vereinslogo auf einem Marmorstein, überreichten Wagings Zweiter Bürgermeister Hans Kern und Josef Bründl als Zweiter Landesvorsitzender. Der Abend wurde musikalisch umrahmt vom Ziacherer Quirin Scheurl.

Kreiswart und Bezirksvorsitzender Josef Bründl erläuterte die Zusammensetzung der Kreisschau. 55 sogenannte »Altzüchter« nahmen teil; sie hatten 362 Tiere dabei. Die junge Generation war mit acht Jungzüchtern und 65 Kaninchen vertreten. 47 verschiedene Rassen waren ausgestellt, schilderte Bründl. Der Trend gehe eindeutig zu den kleineren Rassen und hier zu den Widdern. Insgesamt nehme die Zahl der Züchter ab, früher seien bei solchen Ausstellungen an die 800 Tiere gezeigt worden.

In seiner Eröffnungsansprache in der Aula der Mittelschule bezeichnete Bründl die Ausstellung als das »Erntedankfest« der Kaninchenzüchter, auf die man das ganze Jahr hinarbeite. »Was man hineinsteckt, kriegt man am Jahresende wieder zurück. Wenn man gut gearbeitet hat, hat man guten Erfolg.« Die Kaninchenschau sei eine Werbung für das gemeinsame Hobby der Züchter.

»Kanin-Hopp«-Wettbewerb begeisterte Zuschauer

Es sei schön, meinte der Vorsitzende Benno Weidenspointner, dass man am Jahresende seine Tiere ausstellen und bewerten lassen könne, wenn man dafür das ganze Jahr über viel Arbeit hineinstecke. Bürgermeister Herbert Häusl lobte die Arbeit des »rührigen« Waginger Kaninchenzüchtervereins, der auch Jugendliche begeistern könne und die Alten bei der Sache halte. Es sei schön, so meinte er, wenn gerade Kinder und Jugendliche auf diese Weise Kontakt zu Tieren bekommen könnten.

Danach bestand zwei Tage lang die Gelegenheit, die Kaninchen in ihren sauberen, wohl ausgestatteten Käfigen zu besichtigen. Ein Vergnügen zum Zuschauen boten die Hasen beim sogenannten »Kanin-Hopp«. Wie bei Pferde-Springwettbewerben waren Hindernissen aufgebaut. Über diese mussten die Kaninchen springen, was sie auch taten, wenn sie Lust dazu hatten. Unter der Aufsicht und Mithilfe von Sigrid Zörner und einer Gruppe von eifrigen Kindern hoppelten oder hüpften sportliche Kaninchen wie etwa »Flocke« oder »Hannibal« und ein knappes Dutzend weiterer Kollegen über die Hindernisse. Sie blieben zwischendrin aber auch einfach mal stehen, wenn sie keine Lust mehr hatten. he