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Kammerer Jagd in drei Bögen vergeben

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Traunstein. Die Jagdgenossenschaft Kammer hat die 942 Hektar große Gemeindejagd für die nächsten neun Jahre in drei Bögen verpachtet; an Johann Osenstätter (Süd), Andreas Menzel (Mitte) und Josef Blank (Nord). Der Jagdpachtzins beträgt 3 Euro pro Hektar und Jahr.


Wildschäden werden von den Jagdpächtern zu 70 Prozent übernommen; für Waldflächen, bei denen sich die Besitzer gemeinsam mit den Jägern am Schutz vor Wildverbiss beteiligen oder ihn selbst vornehmen, zu 100 Prozent. Sollte Schwarzwild ins Revier eindringen, übernehmen die Pächter Schäden zu 50 Prozent, maximal mit 500 Euro pro Jahr. Außerdem verpflichten sich die Jagdpächter, das Rehessen für die Jagdgenossen zu übernehmen und das Wildbret für das Rehessen der Frauen zur Verfügung zu stellen.

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Der Vorsitzender der Jagdgenossenschaft Kammer, Manfred Huber, verlas in der Versammlung der Genossenschaft die fünf schriftlich eingereichten Angebote. Weil es zwei Bewerber für das Revier Mitte gab, zog einer (Josef Steiner aus Wang) sein Angebot zurück. Die verbliebenen Bewerber stellten sich vor, erläuterten ihr jeweiliges Angebot und stellten ihre jagdlichen Ziele dar.

Die erste Abstimmung betraf die Entscheidung, ob die Jagd gesamt oder in drei Bögen vergeben werden sollte. 57 Stimmen waren für drei Bögen, 37 für eine Gesamtvergabe. Allerdings vereinigten die 57 Ja-Stimmen nur 434 Hektar auf sich, die 37 Nein-Stimmen dagegen 506 Hektar. Laut Satzung muss es eine Mehrheit der Stimmberechtigten und der Fläche geben, damit die Abstimmung gültig ist. Weil das nicht der Fall war, musste die Abstimmung wiederholt werden. Jetzt stimmten drei Landwirte mehr für die Vergabe in drei Bögen, die Fläche der Befürworter stieg dadurch auf 507 Hektar. Nach diesem Beschluss zog Peter Parzinger aus Haunstätt seine Bewerbung zurück. Er hatte sich um die ganze Jagd beworben, alternativ um den Jagdbogen Nord.

Nach den Regularien beschlossen die Jagdgenossen einstimmig den Kauf eines Viehanhängers als Ersatz für den alten Tandemachser. Jagdvorsteher Manfred Huber wies darauf hin, dass nicht mehr benötigte Jagdkanzeln und Jägerleitern abgebaut werden müssen, weil sie eine Gefahr für Mensch und Tier darstellen könnten.