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Kammerer Feuerwehr wurde zu 30 Einsätzen gerufen

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Mit dem Feuerwehrehrenzeichen in Silber zeichnete Kreisbrandrat Hans Gnadl Markus Rieder und Alois Wimmer aus. Unser Bild zeigt von links Markus Rieder, Kreisbrandrat Hans Gnadl, Alois Wimmer und Kommandant Albert Rieder. (Foto: Buthke)

Traunstein. Die Feuerwehr Kammer wurde im vergangenen Jahr zu 30 Einsätzen mit 827 Einsatzstunden gerufen, wie Kommandant Albert Rieder in der Jahreshauptversammlung im Gasthaus zur Post in Kammer berichtete. Im Vergleich zu 2011 (43 Einsätze) hat damit die Zahl der Einsätze zwar deutlich abgenommen, die Einsatzstunden seien jedoch im Vergleich zu 823 im Vorjahr in etwa gleich geblieben.


80 Aktive und fünf Jugendfeuerwehrler

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Für Übungen, Verwaltung und dergleichen kamen 2116 Stunden, für Schulungen, Fortbildungen und Lehrgänge 316 Stunden zusammen, sodass die Kammerer Wehr im vorigen Jahr 3260 Stunden für die Allgemeinheit leistete. Sie hat 80 Aktive, davon fünf Frauen. Hinzu kommen fünf Jugendfeuerwehrleute.

Wie der Zweite Kommandant Andreas Haitzer berichtete, gab es sechs Brände und 24 technische Hilfeleistungen. Weiter hob er die gemeinsame Übung mit den Feuerwehren Traunwalchen und Matzing, die Inspektionsübung, die Gemeinschaftsübung der Stadtfeuerwehren in Kammer und die Übung im neuen Ettendorfer Tunnel hervor. 15 Teilnehmer bestanden die Prüfung zum Leistungsabzeichen »Technische Hilfeleistung«. Kommandant Rieder betonte, dass Leistungsabzeichen ein Teil der Ausbildung seien: »Was man standardisiert gelernt hat, kann man bei Einsätzen routinierter abrufen«. Die Jugendgruppe hatte 17 regelmäßige und fünf zusätzliche Übungen mit 428 Stunden. Dabei erwähnte Jugendwart Tobias Heigermoser die Gemeinschaftsübung der Jugendfeuerwehren der Stadt in Wolkersdorf. Auch der Wissenstest wurde bestanden. Mit vier Jugendlichen nahm die Gruppe am Kreisjugendfeuerwehrtag in Erlstätt teil.

Die 27 Atemschutzgeräteträger waren bei vier Einsätzen dabei. Es fielen 211 Einsatzstunden an. Sechs Übungen fanden unter erschwerten Bedingungen mit 233 Stunden statt, so der Atemschutzbeauftragte Hubert Hobmaier. Kreisbrandrat Hans Gnadl sagte zu der Zahl der Atemschutzgeräteträger: »Bei einer Mannschaftsstärke von 80 dürften es ruhig ein paar mehr sein.« In Kammer gebe es noch Potenzial. Atemschutzgeräteträger seien bei fast jedem Brandeinsatz unverzichtbar.

Neue Umgehungsstraße macht neue Ausrüstung nötig

Mit der neuen Umgehungsstraße werde dringend die Ausrüstung zur technischen Hilfeleistung benötigt. Er bat die Stadt Traunstein deshalb um zügige Umsetzung der besprochenen Vereinbarung. Er rief die Feuerwehrleute auf, an der Ausbildung dranzubleiben. »Ohne eine gute Ausbildung funktioniert es nicht«, so Gnadl. Mit dem Feuerwehrehrenzeichen in Silber für 25 Jahre Aktive Dienstzeit zeichnete er Markus Rieder und Alois Wimmer junior aus.

Der Vorsitzende des Feuerwehrvereins, Sebastian Reischl, berichtete von der Teilnahme am Florianitag in München-Riem, den der Kreisfeuerwehrverband Traunstein ausgerichtet hatte. Mit 30 Mann waren die Kammerer beim Feuerwehrfest in Petting dabei. Erstmals wurde wieder eine Wanderung zur Bründling-Alm unternommen. »Beim musikalischen Frühschoppen mit der 'Rembocha Blosmusi' am Feuerwehrhaus hätten es ein paar mehr Leute sein dürfen«, merkte er an. Auf die weiteren Aktivitäten ging Schriftführer Korbinian Ortner in seinem Jahresbericht ein.

Neues Löschfahrzeug für Traunstein wird 2014 gekauft

80 Aktive, das sei eine enorme Zahl, stellte Oberbürgermeister Manfred Kösterke fest. Damit sei Kammer die zweitgrößte Wehr in der Stadt. Für Traunstein sei es erfreulich, so viele Feuerwehrleute zu haben. »Beim Brand in Empfing haben wir gesehen, wie wichtig diese Unterstützung ist.« Die rund 3200 geleisteten Stunden zeigten, wie engagiert die Kammerer Wehr sei. Das neue Löschfahrzeug in Traunstein werde 2014 gekauft. Von einer Terminverschiebung der geplanten Übernahme des derzeit noch in Traunstein stationierten Tanklöschfahrzeugs durch die Kammerer Wehr wisse er nichts, sagte er auf Anfrage.

Ferner hob Kösterke die Bedeutung des Feuerwehrvereins für das Dorfleben in Kammer hervor. Es gebe kaum eine Veranstaltung, bei der die Feuerwehr nicht dabei sei oder mithelfe. Dabei machte er auf die 1225-Jahr-Feier von Kammer im Rahmen der Kammerer Festwoche am 12. Mai aufmerksam. All die Arbeit könne jedoch nicht geleistet werden, wenn nicht Leute – Vereinsvorstandschaft und Kommandanten – dahinter stünden. »Der Generationswechsel im vergangenen Jahr hat sehr gut geklappt«, sagte Kösterke. Bjr

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