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Kammer wurde vor 1225 Jahren erstmals urkundlich erwähnt

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Einen historischen Handwerkermarkt veranstalteten die Ortsvereine. Die vielen Besucher konnten unter anderem Seppi Hasenöhrl (links) beim Schmieden zuschauen. Die Freiwillige Feuerwehr Kammer zeigte zudem eine Schauübung mit einer Spritzenpumpe aus dem Jahr 1930.
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Oberbürgermeister Manfred Kösterke (rechts) übergab die von der Stadt herausgegebene Festschrift an die Vertreter der Ortsvereine. Im Bild ist Georg Huber vom Burschenverein.

Traunstein. Mit einem Festgottesdienst, den Pfarrer Helmut Bauer hielt, begann gestern der Tag zur 1225-Jahr-Feier in Kammer. Oberbürgermeister Manfred Kösterke erklärte in seiner Festrede, die er vor dem Kammerer Schulhaus hielt, dass im Jahre 788 im ersten bischöflich-salzburgischen Güterverzeichnis das »Landgut genannt Chamera« erwähnt wurde.


Dieses Jubiläum ist nach Meinung des Stadtoberhaupts ein guter Anlass einen Teil der Geschichte dieses Ortsteils und seiner Menschen Revue passieren zu lassen – und zwar in einer von der Stadt herausgegebenen Festschrift. In seiner Rede betonte er: »Die Menschen in Kammer, Rettenbach und Umgebung sind mit Traunstein seit der Eingemeindung zusammengewachsen.«

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Nach dem Festzug wurde bei einem musikalischen Frühschoppen mit der Musikkapelle »Boarisch Blech« im Stadel des Gasthofes zur Post gefeiert. Die Besucher konnten auch einen historischen Handwerkermarkt der Ortsvereine besuchen. Hier konnte man beim Seildrehen und Besenbinden, beim Balkenhacken, beim Schmieden, Drechseln von Eisstöcken und Flechten von Körben und Schwingerln zuschauen. Ein Imker bot Honig aus der Region an, Mitglieder des Arbeiter- und Burschenvereins backten Brot, das man kaufen konnte. Bei den Ministranten gab es Blumen und Pilze, die sie selbst aus Holz gedrechselt und gebastelt haben, und an einem weiteren Stand wurden Edelweiß geschnitzt. Die Mitglieder der Frauengemeinschaft hatten Dutzende Paar Socken gestrickt.

Die Treffsicherheit konnten die Besucher beim Bockstechen bei den Schützen des Ortes testen oder beim Kegelscheiben auf einer hölzernen Bahn. Bei einer Führung durch die Kammerer Kirche und bei einer Ausstellung zum 275-jährigen Bestehen des Gasthofs zur Post in Kammer kamen die geschichtlich Interessierten auf ihre Kosten.

Die Freiwillige Feuerwehr Kammer zeigte eine Schauübung in alten Uniformen und mit einer Spritzenpumpe aus dem Jahr 1930. Das Hofbräuhaus Traunstein, das seit 120 Jahren das Bier zum Wirt nach Kammer liefert, feierte auch mit. Die Musikgruppe »Jägermeister« und die Trachtenkinder, die Goaßlschnalzer und das Brauer-Ballett traten ebenfalls auf. Und damit die Mütter auch etwas vom Muttertag hatten, kümmerten sich die Ministranten und die Sportjugend von Kammer um die Kinder und unterhielten sie mit verschiedenen Spielen.

Weil entgegen aller Vorhersagen auch Petrus lange mitspielte, war der Andrang recht groß. Die beteiligten Vereine und anderen Akteure äußerten sich jedenfalls überwiegend zufrieden.

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