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Kälte, Gewitter und viel Regen

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Ein neuer Rekord wurde im Juli diesen Jahres aufgestellt: Es gab mehr als doppelt so viele Gewitter wie im langjährigen Mittel.

Traunstein – Der Juli 2017 lag mit 20,1 Grad um 2 Grad über dem langjährigen Mittelwert von 18,1 Grad.


Der wärmste Juli in den letzten 43 Jahren war 2015 mit 22,4 Grad und der kälteste war 1980 mit nur 15,1 Grad. Auch bei den einzelnen Tageswerten erreichte der Juli 2017 keine neuen Höchstwerte. Man konnte glauben, es war so kalt wie noch nie.

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Die kälteste Nacht war am 14. Juli mit 8,4 Grad, die wärmste Nacht erreichte 17,5 Grad am 20., der niedrigste Tageshöchstwert war am 26. mit 13,7 Grad und der wärmste Tag war am 5. mit 32,4.

Nur in einer Nacht lag die Temperatur nicht im zweistelligen Bereich. Die Tagestemperaturen waren immer zweistellig, davon 28-mal über 20 Grad; 22-mal Sommertemperaturen über 25 Grad und viermal über 30 Grad. Die Rekorde wurden in folgenden Jahren aufgestellt: Juli 2006 und 2013 immer über 20 Grad; Juli 2016 28-mal über 25 Grad; Juli 2015 gab es 16 Tage mit 30 Grad und darüber.

Auch bei den restlichen Wetterdaten gab es diesmal nur einen neuen Rekordwert (Durchschnittswerte in Klammern). An 28 (26) Tagen zeigte sich die Sonne, Niederschlag, aber sehr ergiebig an 18 (17) Tagen, 13 (5) Tage mit Gewitter. Die Spitzenwerte waren in Juli 1985 und 1986 mit 31 Tagen Sonnenschein; 1993 regnete es an 28 Tagen; Bei den Tagen mit Gewitter gab es mit 13 (5,2) Tagen einen neuen Höchstwert. Nebel, Hagel oder Graupel gab es an unserer Wetterstation diesen Juli nicht.

Mit 230 Litern pro Quadratmeter lag der Juli 2017 erheblich über dem Durchschnitt von 175 Litern, das ist seit Beginn der Niederschlagsmessungen 1993 der sechshöchste Wert. Am trockensten war es dagegen 2006 mit nur 29 Liter Regen.

Am 21. Juli gab es Starkregen, innerhalb von 20 Minuten fielen 18 Liter auf den Quadratmeter. Der Juli endet mit den Hundstagen, auch wenn es zum Monatsende wieder sehr heiß und schwül war, hat das nicht mit den unter der Hitze leidenden Vierbeinern zu tun. Vielmehr hat es mit dem Sternbild »Großer Hund« und hier mit dem Stern Sirius zu tun, der ab diesem Zeitpunkt für die nächsten vier Wochen zusammen mit der Sonne auf- und untergeht. Dazu noch eine Bauernregel: Was die Hundstage gießen, muss die Traube büßen. Am 23. Juli, Beginn der Hundstage, gab es Sonne, Gewitter und auch Niederschlag. Also heißt es abwarten, was die Winzer zur Ernte sagen. mh

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