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Jungkühe aus Traunstein gefragt

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Foto: Matthias Balk/dpa

Traunstein – Zahlreiche Marktbesucher fanden sich zur Großviehversteigerung des Rinderzuchtverbands Traunstein ein. Die fünf angebotenen Zuchtstiere wurden für 1850 Euro im Mittel in den Natursprung verkauft. Die vier Zweitkalbskühe erhielten bei durchschnittlich 1788 Euro den Zuschlag.


Der mittlere Erlös für die 56 verkauften Jungkühe lag bei 1733 Euro, wobei eine sehr gute Jungkuhqualität und hohe Probemelkergebnisse für den Preis mit entscheidend waren. Die Kälberpreise stiegen ebenfalls deutlich mit 50 Euro für männliche Mastkälber. Weibliche Zuchtkälber erzielten im Durchschnitt 40 Euro mehr am Vortag. Kälber sind auch beim Weihnachtsmarkt am 27. Dezember gesucht. Bei den Mastkälbern sind im Winter höhere Lebendgewichte gefragt.

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Für jeweils 2050 Euro wechselten zwei hoch vorgeschätzte Zuchtstiere in den Natursprung. Ein Vox-Sohn war nach Gesamtzuchtwert der zweitbeste Kandidat von 75 getesteten Halbbrüdern. Der angebotene Wendlinger-Sohn gehörte ebenfalls zu den besten 20 Prozent seiner getesteten Halbbrüder. Der Stier Wendlinger wird aktuell in der gezielten Paarung eingesetzt.

Für die vier Jungkühe der Wertklasse 1 erfolgte der Zuschlag bei im Mittel 2038 Euro. Gutes Exterieur, 31,4 Kilogramm Milch und eine gute Melkbarkeit von 2,8 Kilogramm Milch pro Minute waren für die hohen Preise ausschlaggebend. Den Spitzenpreis der Wertklasse 1 von 2250 Euro erzielte Georg Hofstetter aus Benning, Gemeinde Vogtareuth, für eine Remmel-Tochter. Auch in der Wertklasse 2 a wurden für eine Waldmichl-Tochter aus dem Zuchtbetrieb Hans Breu aus Schwaig, Gemeinde Brannenburg, 2250 Euro ausgegeben. Bei weiteren sechs Jungkühen gab Versteigerer Richard Siglreitmaier bei Preisen von 2000 bis 2200 Euro den Zuschlag. 10 Jungkühe wurden zwischen 1800 und 1950 Euro versteigert.

Nur fünf Verkäufer mussten sich mit weniger als 1500 Euro Versteigerungspreis zufrieden geben. Es wurde insgesamt sehr qualitätsbewusst gekauft. Rund ein Drittel der Zuchttiere blieben im eigenen Gebiet. Ein Stier, eine Kuh und 33 Jungkühe ersteigerten bayerische Käufer, wobei über Viehhandelskaufleute das Gros dieser Jungkühe in niederbayerischen Milchviehbetrieben zum Einsatz kommt. Kaufaufträge aus Südtirol konnten nicht erfüllt werden.

Der nächste Kälbermarkt findet am morgigen Mittwoch statt. Der erste Großviehmarkt im Jahr 2018 ist am 11. Januar. Die Anmeldung ist noch vor Weihnachten notwendig. fb

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