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Jungjäger erhielten ihre Jägerbriefe

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Beim Jagdhornspiel ist Ehrenhornmeister Max Poschner mit seinen 89 Jahren immer noch voll in seinem Element. (Foto: Peter)

Waging am See – Der Hubertustag, den die Kreisgruppe Traunstein im Bayerischen Jagdverband heuer in Waging beging, wird vor allem sechs Jungjägern besonders in Erinnerung bleiben.


Robert Portenkirchner aus Waging, Maximilian Brüderl aus Grabenstätt, Yannick Hoyer aus Tittmoning, Thomas Huber aus Nirnharting, Zeljok Kovac aus Traunreut und Stefan Straßer aus Kirchanschöring erhielten beim »Jagahoagart« im Strandkurhaus ihre Jägerbriefe.

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Zuvor war in der Pfarrkirche die Hubertusmesse gefeiert worden. In der Predigt ermahnte Pfarrer Andreas Ager einen respektvollen und wertschätzenden Umgang mit Tieren. Die Rupertiwinkler Jagdhornbläser spielten beim Gottesdienst die Hubertusmesse von Jules Cantin.

Der Gedenktag des heiligen Hubertus von Lüttich im Kirchenjahr wird im Volksmund auch Hubertustag genannt. Wie es in der Überlieferung heißt, erschien Hubertus auf der Jagd ein prächtiger Hirsch mit einem Kruzifix zwischen den Sprossen des Geweihs und ist dadurch bekehrt worden. Deshalb wird Hubertus auch als Schutzpatron der Jagd angesehen. Die Hubertusmesse wird jährlich zu Ehren Gottes und zur Erinnerung an den heiligen Hubertus von Lüttich Anfang November gefeiert.

Beim Hoagart zeigten die rund 25 Akteure der Rupertiwinkler Jagdhornbläser unter der Leitung von Günter Schroth, dass ein Jagdhorn bei entsprechendem Können in einem Saal auch melodisch klingt und die Lautstärke den räumlichen Gegebenheiten angepasst werden kann, sodass es für die Zuhörer trotz des frischen Tonbilds ein klangliches Erlebnis ist.

Vorsitzender Josef Haiker gratulierte eingangs dem Ehrenhornmeister und nach wie vor aktiven Jagdhornbläser Max Poschner nachträglich zu seinem 89. Geburtstag. Anschließend ging er auf einen aktuellen Fall im südlichen Landkreis ein, bei dem einem Jagdpächter nachträglich die Abschusszahl von der unteren Jagdbehörde erhöht und bei Nichterfüllung zugleich ein Zwangsgeld angedroht wurde. Wie Haiker sagte, legte der betroffene Jagdpächter Beschwerde bei der Regierung von Oberbayern ein. Die Obere Jagdbehörde hob den Bescheid nach einem erneuten Gutachten auf. Mitunter wurde die Aufhebung damit begründet, dass es beim Erhalt des natürlichen Wildbestands zu Fraßschäden kommen könne und es dafür die Regulierung durch Anmeldung der Wildschäden gebe.

Zum Thema »Afrikanische Schweinepest« (ASP) gab es ein Treffen im Landratsamt. Vor einigen Jahren erreichte die ASP Osteuropa, wovon sie nach Bayern eingeschleppt werden könnte. Wie Haiker berichtet, ist das Schweinepest-Virus für den Menschen völlig ungefährlich. Das Virus kann sich jedoch in Fleischwaren sehr lange halten und durch unachtsam von Reisenden weggeworfenen und von Wildschweinen gefressenen Lebensmitteln aus östlichen Ländern auch in unserer Region verbreiten. Er forderte auf, keine Essensreste und Lebensmittel leichtfertig wegzuwerfen. Die Jäger hätten dadurch keinen direkten Einfluss auf die ASP. Sie könnten nur nach den rechtlichen und weidgerechten Vorgaben die Wildschweine bejagen, so Haiker. MP

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