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Julia Wenke mit glatter 1,0 Beste des Jahrgangs

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Bürgermeister Klaus Ritter überreichte den drei Besten des Abiturjahrgangs 2018 ein Präsent (von links): Julia Wenke, Eva Haindl und Stephan Schneider. (Foto: P. Mix)

Traunreut – 69 junge Männer und Frauen wurden am Johannes-Heidenhain-Gymnasium (JHG) mit der Verleihung ihrer Abiturzeugnisse aus der Schule entlassen. Die drei Besten sind Julia Wenke mit einem Schnitt von 1,0, Eva Haindl mit 1,2 und Stephan Schneider mit 1,3. Die Redner bei der Abiturfeier legten den Absolventen nahe, »ihr Ding zu machen« und selbstbewusst ihren eigenen Weg zu gehen.


Der Jahrgang 2018 sei schwer zu beschreiben, erklärte Oberstudiendirektor Matthias Schmid. Er sei »nicht der allerbeste aber auch nicht der schlechteste« in der Geschichte des JHG. Einige Schüler seien das, was man gemeinhin als »nicht angepasst« bezeichnen könne und was die Lehrer vor gewisse Herausforderungen gestellt habe. Doch schließlich sei es auch die Aufgabe eines Gymnasiums, »frei denkende Menschen mit dem Reifezeugnis zu entlassen, die Althergebrachtes hinterfragen, Gesetzmäßigkeiten anzweifeln und Neues entdecken wollen«. Der Schulleiter ermunterte sie zum Abschied darin: »Macht euer Ding, aber macht es zum Wohle der Gesellschaft. Bringt euch ein, kümmert euch, übernehmt Verantwortung.« Er selber habe von den Schülern gelernt, dass man nicht kategorisieren und in Schubladen denken dürfe, sondern die Stärken und Schwächen jedes Einzelnen anerkennen müsse. Stellvertretend für all diejenigen im Jahrgang, die sich in der Schule über Jahre engagierten, dankte er den beiden ehemaligen Schulsprechern Michaela Hausbacher und Stephan Schneider für ihren Einsatz. Einen besonderen Dank sprach Matthias Schmid auch dem pensionierten Lehrer Simon Bauer aus, dem seine Schüler so wichtig seien, dass er nach seinem Ausscheiden aus der Schule zum Halbjahr den Biologiekurs noch unentgeltlich bis zum Abitur weiterführte.

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Traunreuts Bürgermeister Klaus Ritter sagte unter anderem, nachdem bisher in der Regel die Eltern bestimmten, wo es lang geht, seien jetzt die Abiturienten selber dran, müssten eigene Entscheidungen fällen und dann auch dazu stehen. Das Stadtoberhaupt hofft, dass sie »die Individualität behalten, das Selbstbewusstsein stärken, die eigenen Qualitäten suchen und finden« und er würde sich nach eigenen Angaben freuen, wenn manche unter ihnen im späteren beruflichen Leben wieder nach Traunreut zurückfinden. Der Bürgermeister überreichte an die drei Besten des Jahrgangs ein kleines Geschenk der Stadt.

Elternbeiratsvorsitzender Christian Stoib ging auf das Thema Erwartungen ein. »Die Erwartungen steigen mit jedem Erfolg«, so seine Aussage. Erwartungen gebe es in vielen Bereichen, die Abiturienten hätten eine wichtige erfüllt und »neue Erfahrungen erwarten euch jetzt«.

Auf diese Ausführungen antworteten für die Abiturienten Carolin Bierschneider und Stephan Schneider, die meinten: »Entgegen der Erwartung vieler und auch unsererseits, haben wir das Abitur erreicht.« Die beiden hoben hervor, dass eine Stärke ihres Jahrgangs der Humor sei und sie außerdem jede Entscheidung von Respektspersonen wie dem Lehrerkollegium kritisch hinterfragt hätten. Zu ihrem Motto wählten sie: »Nie ohne mein Team.«

Die Abiturfeier in der Aula des Gymnasiums untermalten die Schülerinnen und Schüler musikalisch mit eigenen Beiträgen und wurden dabei unterstützt von der Big Band der Schule sowie den Musiklehrern Tanja Thaler, Philipp Angermeier und Alexander Krins. Die ganze Q12 sang gemeinsam das Lied Skyfall und bedankte sich bei all denjenigen, die ihnen in den letzten acht Jahren am Gymnasium auf ihrem Weg zur Seite standen. mix