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Julia Artes trägt heuer die Krone

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Die ersten Rosen gab es für Julia Artes bereits jetzt: Thomas Miller, Vorsitzender der Werbegemeinschaft Traunstein, gratulierte mit einem bunten Strauß. (Foto: Schwaiger)

Traunstein. Sie ist mit der Startnummer eins angetreten – und schließlich auch auf dem ersten Platz gelandet: Julia Artes ist neue Traunsteiner Rosenkönigin und darf damit bei den Traunsteiner Rosentagen vom 14. bis 16. Juni die Krone tragen. Die 23-jährige Studentin aus Traunstein konnte sich bei der Abstimmung deutlich gegen ihre 17 Mitbewerberinnen durchsetzen.


»Das hat mich kalt erwischt«, erzählt Julia Artes lachend im Gespräch mit dem Traunsteiner Tagblatt. Die Nachricht, dass sie Traunsteiner Rosenkönigin 2013 ist, sei für sie völlig überraschend gewesen. »Es haben sich so viele andere hübsche Mädchen beworben.« Doch dann war die Freude natürlich riesengroß. »Ich habe gleich versucht, meinen Freund und meine Mama anzurufen, aber ich konnte beide nicht erreichen«, erzählt die gebürtige Traunreuterin.

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Große Unterstützung von der Familie

Den ersten Menschen, den sie schließlich erwischte, war die Großmutter. »Meine Oma war fertiger als ich«, erzählt Julia Artes lachend, schiebt aber gleich noch nach: »Ich habe ihr gleich am Anfang unseres Telefonats gesagt, dass sie sich hinsetzen soll.« Lange aber habe das Gespräch mit der Großmutter sowieso nicht gedauert. »Sie wollte gleich auflegen, um ihren Nachbarn und alle möglichen anderen Leute von meinem Sieg erzählen zu können.«

Die Oma hatte ihrer Enkelin bei der Wahl zur Traunsteiner Rosenkönigin auch ordentlich unter die Arme gegriffen. »Bei ihrer Geburtstagsfeier musste jeder einen Stimmzettel ausfüllen«, erzählt die Studentin. Fast noch mehr für die 23-Jährige ins Zeug legten sich aber ihr Bruder und dessen Freundin. »Sie haben die Wahl täglich bei Facebook gepostet.« Die Freundin vom Bruder ist überhaupt erst dafür verantwortlich, dass Julia Artes eine Bewerbung für die Rosenkönigin abgeschickt hat. »Sie hat gesagt, wenn ich es nicht mache, dann macht sie es.« Schließlich hat sich die 23-Jährige selber getraut.

Den Gedanken, bei der Wahl mitzumachen, trägt Julia Artes schon seit zwei Jahren mit sich herum. »Heuer dachte ich mir: Jetzt oder nie.« Die junge Traunsteinerin ist ein großer Fan der Rosentage. Durch ihre Wohnung in der Ludwigstraße bekam sie in den vergangenen Jahren vieles hautnah mit, was sich in den beiden Stadtparks abspielte. »Die Atmosphäre ist etwas ganz Besonderes«, sagt die Studentin. Vor allem die »Lichternacht« hat einen bleibenden Eindruck bei ihr hinterlassen. »Das war so schön«, schwärmt die Rosenkönigin.

Die gebürtige Traunreuterin lebt seit drei Jahren in Traunstein. In Salzburg studiert sie Kommunikationswissenschaften; im Herbst will sie fertig sein. »Ich schreibe gerade an meiner Masterarbeit.« Um sich ein bisschen was dazu zu verdienen, jobbt Julia Artes als Kinder-Animateurin und Schuh-Verkäuferin. In ihrer Freizeit »sportelt« die 23-Jährige gerne. »Ich gehe oft an der Traun laufen.« Ihr Interesse gilt dem Fußball; die Traunsteinerin beschäftigt sich zum Beispiel in ihrer Masterarbeit mit der Darstellung von Spielern der deutschen Nationalmannschaft mit Migrationshintergrund.

Knapp 6000 Stimmen wurden abgegeben

Ihre »Ruheoase« sei ihr Balkon in der Ludwigstraße. Sie liebt es, den in ein Blumenparadies zu verwandeln. »Ich habe heuer schon einiges gepflanzt.« Angst vor dem großen Auftritt kennt Julia Artes nicht. Sie war bereits als Model auf Hochzeitsmessen in Prien und Seeon im Einsatz. »Und ich habe gerne Kontakt mit anderen Menschen.«

Einen gelungenen Auftritt bei den Rosentagen der Werbegemeinschaft Traunstein haben ihr auch viele zugetraut, die bei der Abstimmung zur Traunsteiner Rosenkönigin mitgemacht haben. »Es wurden fast 6000 Stimmen abgegeben«, erzählt Werbegemeinschafts-Vorsitzender Thomas Miller zufrieden. Er gratulierte der neuen Rosenkönigin gestern als einer der ersten – natürlich mit einem wunderschönen Strauß Rosen. Platz zwei bei der Rosenkönigin-Wahl eroberte sich Zenzi Pfisterer aus Grassau, Platz drei ging an Tamara Jäger aus Traunstein. san