weather-image
23°

Jugendliche retteten sich aus sinkendem Wagen

5.0
5.0
Bildtext einblenden
Fünf Meter tief versank der rote Audi beim Unfall am Alz-Kraftwerk. Die beiden Fahrer konnten sich zum Glück noch alleine ans Ufer retten. Taucher suchten zuerst nach möglichen weiteren Insassen, die es aber nicht gab, und bereiteten danach alles für die Bergung des Wagens vor. (Foto: FDL)

Altenmarkt – Mit ihrem Wagen in der Alz landeten in der Nacht auf Sonntag zwei junge Männer in Altenmarkt. Die beiden Einheimischen hatten großes Glück und konnten sich noch allein aus dem sinkenden Auto befreien. Einer der Jugendlichen wurde schwer, der andere leicht verletzt.


Der Unfall ereignete sich kurz nach 3 Uhr auf der Wasserburger Straße. Aus bisher noch ungeklärter Ursache kam der Audi, der mit zwei 19 und 20 Jahre alten Männern besetzt war, auf Höhe des Alz-Kraftwerks von der Fahrbahn ab, durchbrach einen Bauzaun und stürzte in die Alz. Bevor das Auto versank, konnte sich einer der beiden jungen Männer selbst befreien und auch seinen Freund aus dem untergehenden Auto ziehen. Gemeinsam konnten sich die beiden Altenmarkter ans Ufer und in Sicherheit bringen.

Anzeige

Nach Eingang des Notrufs bei der Integrierten Leitstelle Traunstein löste diese Großalarm für über 60 Rettungskräfte aus. Neben den Feuerwehren aus Altenmarkt und Trostberg wurden die Schnelleinsatzgruppen der DLRG Traunstein sowie Seeon-Truchtlaching und der Wasserwacht Obing alarmiert. Zudem beorderte die Leitstelle zwei Notärzte und drei BRK-Rettungswagen und den Einsatzleiter Rettungsdienst an die Unglücksstelle. Auch ein Kriseninterventionsteam der Malteser wurde an die Unfallstelle alarmiert.

Die Rettungskräfte gingen zunächst von bis zu vier Personen aus, die sich in dem versunkenen Auto befinden. Taucher der Wasserrettungsorganisationen konnten dies aber nicht bestätigen. Im Fahrzeug, das in rund fünf Meter Tiefe lag, befanden sich keine Personen mehr. Die Alz wurde daraufhin im Umfeld der Unfallstelle und am Kraftwerk von den DLRG- und Wasserwachthelfern intensiv abgesucht.

Die beiden Verletzten wurden nach notärztlicher Behandlung in umliegende Kliniken eingeliefert. Der Leichtverletzte wurde mit einer Unterkühlung in die Kreisklinik Trostberg gebracht, der Schwerverletzte, der mittlerweile bewusstlos war, in das Klinikum Traunstein.

Der Wagen musste mit schwerem Bergegerät aus den Fluten geborgen werden. Während der Rettungsaktion wurde die Bundesstraße 304 für mehrere Stunden total gesperrt. Die Feuerwehren leiteten den Verkehr um. Zur Ermittlung des Unfallhergangs ordnete die Staatsanwaltschaft Traunstein die Erstellung eines Gutachtens an.

Am Fahrzeug entstand nach Polizeiangaben wirtschaftlicher Totalschaden in Höhe von rund 8000 Euro. pv