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Jugendliche hatten die Autos im Visier

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Eine nasse Angelegenheit war gestern die Verkehrszählung, die Schüler der beiden Traunsteiner Gymnasien und der FOS für die Stadt Traunstein durchführten.

Traunstein. Sie fielen gestern auf in und um Traunstein: die Jugendlichen, die, eingepackt in Regenjacken und unter Schirmen, am Straßenrand saßen. 66 Schüler der beiden Traunsteiner Gymnasien und der Fachoberschule waren den ganzen Tag über im Einsatz, um für die Stadt eine Verkehrszählung durchzuführen.


Was hat sich durch die neue Nordumfahrung von Traunstein geändert? Das ist die zentrale Frage. Ein Verkehrsgutachten, das die Stadt Traunstein in Abstimmung mit dem Staatlichen Bauamt und dem Landratsamt Traunstein in Auftrag gegeben hat, soll in spätestens einem halben Jahr die Antwort geben.

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Einer der Bausteine des Gutachtens ist die gestrige Verkehrszählung. Dafür legten die jungen Leute eine Sonderschicht ein: Von 6 bis 20 Uhr saßen sie gestern abwechselnd an 33 Punkten in und um Traunstein an der Straße, um zu zählen, wie viele Autos an ihnen vorbeifahren. Vor allem Knotenpunkte wie Abzweigungen und Kreuzungen – hatten die Schüler dafür im Visier. Zu den Stoßzeiten am Morgen und am Abend kamen noch Verkehrsbefragungen dazu: An 13 Stellen hielten Polizisten Autofahrer an, damit die Jugendlichen sie fragen konnten, woher sie kommen und wohin sie wollen.

Wie der für die Verkehrszählung zuständige Stadt-Mitarbeiter Christian Henneke gestern dem Traunsteiner Tagblatt erklärte, soll das Verkehrsgutachten auch Aufschluss darüber geben, wie sich die Verkehrssituation in der Stadt Traunstein verändern würde, wenn ein Kreisverkehr an der Wegscheidbrücke oder eine Verbindungsstraße zwischen Axdorfer Straße und Chiemseestraße gebaut würden.

Von der Eröffnung der Nordumfahrung bis zur Erstellung des Verkehrsgutachtens hat die Stadt ganz bewusst einige Zeit verstreichen lassen: »Wir wollten warten, bis sich die Autofahrer an die neue Straße gewöhnt haben und die für sie besten Wege gefunden haben«, erklärte Henneke. san