weather-image
14°

Jugendbürgerversammlung in Grassau

5.0
5.0

Grassau – Gut besucht war die Jugendbürgerversammlung in Grassau. Nach dem Vorbild der »normalen« Bürgerversammlungen wurde zunächst über aktuelle Gemeindepolitik informiert und dann mit den Jugendlichen diskutiert.


Weit über 30 Jugendliche folgten der Einladung, die an 480 Jugendliche zwischen 14 und 20 Jahren verschickt wurde. Laut Gemeinderat Sepp Grießenböck, der die Veranstaltung leitete, sei dies eine durchaus gute Quote von über sechs Prozent im Vergleich zu den Bürgerversammlungen für die Erwachsenen mit vier Prozent.

Anzeige

Die fünf Marktgemeinderäte – Marina Gasteiger, Josef Grießenböck, Stefan Kattari, Daniela Ludwig und Thomas Hofmann – informierten über die wichtigsten gemeindlichen Einrichtungen, kommunale Aufgaben und welche Möglichkeiten der Einflussnahme der Gemeinderat auf das gemeindliche Leben habe. Zur Sprache kam dabei auch, wie Vereine gefördert werden, und dass das Kinderferienprogramm ebenfalls von der Gemeinde angeboten wird.

In der Diskussion bemängelte ein Jugendlicher, dass es an der Ringstraße keinen funktionsfähigen Spielplatz gebe und Kinder auf der Straße spielen müssten. Der Spielplatz am Sportplatz sollte aufgerüstet werden. Marina Gasteiger erklärte, dass dies bereits in Planung sei. Marina Schmid aus Rottau schlug vor, das Buswartehäuschen am Klaushäusl gegen ein Glashäuschen zu ersetzen. Denn manchmal werde dieses als Toilette benutzt, und wenn sich ein Fahrgast im Holzbuswartehäuschen befinde, werde dieser vom Busfahrer schlecht gesehen. Dann müsse man sich in den Regen stellen.

Die Planungen für den Gewerbepark interessierten die Jugendlichen ebenfalls. Nach mehr bezahlbaren Wohnraum für junge Leute und junge Familien sollte nachgedacht werden, forderte ein weiterer Jugendlicher, der Mitglied bei der Feuerwehr ist. Schließlich sei es schwer, Nachwuchs für die Feuerwehr zu bekommen. Dies sei aber nur möglich, wenn sich in Grassau weiterhin Familien mit Kindern niederlassen können.

Bürgermeister Rudi Jantke informierte detailliert über die Planungen im Gewerbepark, wie auch über die anstehende Schulsanierung und den Turnhallenneubau. Er wisse, dass den jungen Leuten eine Disco oder ein Club in Grassau abgehe. Das sehe er genauso und er wundere sich, dass noch kein solches Lokal eröffnet hat. Dieses würde sich sicherlich rentieren und in Grassau funktionieren. Das habe die Gemeinde jedoch nicht in der Hand.

Angeregt wurde von einem Jugendlichen, den Kurpark mit Spielgeräten aufzuwerten. Neben einer Bücherkiste könnte auch eine Spielkiste installiert werden oder aber Spielgeräte in der Touristinformation zum Leihen ausgegeben werden. Laut Jantke gab es bereits ein Schachfeld mit Figuren, das nicht angenommen wurde.

Zum Jugendtreff meldete sich einer der Jugendleiter, der betonte, dass das Gebäude mittlerweile viel zu klein sei – gerade bei Themenpartys oder anderen Veranstaltungen. Mit den Anregungen aus der Jugendbürgerversammlung, so versprach Sepp Grießenböck, wird sich der Marktgemeinderat beschäftigen. tb